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    Im romantischen Jugendbuch-Bereich hat sich Marissa Marr mit ihrer Sommerlicht-Reihe einen Namen gemacht. Arrivals ist nun wie Graveminder ein weiteres Werk aus ihrer Feder, das sich eher an ein erwachsenes Publikum richtet.

    Unsterblichkeit, aber ohne Garantie

    arrivalscover

    (c) Piper Verlag
    Autor: Marissa Marr
    Umfang: 336 Seiten
    seit 10.03.2014 im Handel
    Leseprobe bei Amazon

    Vor 26 Jahren hat es den Revolverhelden Jack und seine Schwester Kitty urplötzlich in eine fremde Welt voller Gefahren verschlagen, in der zwar auch mehr oder weniger normale Menschen leben, wo in unwirtlichen Wüsten und bedrohlichen Wäldern jedoch zusätzlich Drachen-ähnliche Geschöpfe, aggressive Hundewesen und andere Monstrositäten lauern. Von fiesen Mönchen und ihren beschworenen Dämonen ganz zu schweigen…
    Nach und nach haben sich weitere Neuankömmlinge – daher der Name Arrivals – aus verschiedenen Jahrzehnten unserer Welt zu den beiden Geschwistern gesellt und es ist eine illustre Truppe entstanden, welche z.B. im Auftrag des örtlichen Gouverneurs in den Kampf zieht.
    Die Arrivals altern nicht, ihre Wunden heilen viel schneller als normal und für gewöhnlich erwachen sie sogar kurze Zeit nach ihrem Tod unbeschadet wieder zum Leben – allerdings nicht immer. Diese Unberechenbarkeit der Auferstehungen ist eine schwere Last für Jack und Kitty, die schon viele Freunde haben kommen und gehen sehen. Inzwischen lassen sie sich deshalb aus Selbstschutz nur sehr widerwillig auf engere Beziehungen ein. Doch spätestens durch die Ankunft der attraktiven Chloe geraten diese Vorsätze ins Wanken.

    Interessant, aber etwas zu schnell vorbei

    Statt strahlender Helden begleitet man hier realistische Persönlichkeiten – Charaktere mit Ecken und Kanten, die alle etwas auf dem Kerbholz haben, und denen es wegen ihrer traumatischen Erfahrungen und früheren Verluste oft schwer fällt, sich anderen gegenüber zu öffnen.
    Die Personen, insbesondere Kitty, Jack und Chloe, sowie ihr Gefühlsleben stehen im Mittelpunkt (was ja an sich auch nicht schlecht ist) und wirken sehr glaubwürdig, ich hätte mir aber eine etwas genauere Ausarbeitung der an den Wilden Westen erinnernden Wastelands und ihrer exotischen Bewohner gewünscht. Was die faszinierenden Bloodzuiger mit ihrer Rudelstruktur und ihren besonderen Regeln betrifft ist dies wenigstens schon gelungen.
    Auch Fans von Schießereien, Saloon-Schlägereien und gelegentlichen Zauberattacken kommen zwischendurch auf ihre Kosten, diese Kämpfe spielen aber eine weit kleinere Rolle als die innerlichen Auseinandersetzungen, welche die Figuren mit sich selbst austragen.
    Arrivals ist ein abgeschlossener Roman mit spannendem Finale, ein paar Fragen bleiben jedoch offen. So wird zum Beispiel leider keine Erklärung dafür geliefert, warum nur Personen in dieser Parallelwelt landen, welche „zuhause“ mindestens einen Menschen auf dem Gewissen haben. Schade, denn eine entsprechende Antwort hätte mich schon ziemlich interessiert. Vielleicht wären einige zusätzliche Seiten der Komplexität und Vollständigkeit der Geschichte zuträglich gewesen.

    Fazit

    Die fast unsterblichen Arrivals und die gefährlichen Wastelands haben einiges zu bieten, so etwa glaubwürdige Persönlichkeiten und Beziehungen, spannende Konflikte (sowohl äußerlich als auch innerlich) und ein paar interessante Kreaturen. Das sehr große Potenzial der Idee und der fremden Welt wird aber leider nur zum Teil genutzt, meiner Meinung nach fehlt der Geschichte ein wenig Feinschliff beziehungsweise dem Drumherum etwas Komplexität. So bekommt man ein recht ungewöhnliches und durchaus unterhaltsames Szenario serviert, aber eben kein Must Have.

    Wertung


    Pro

    • interessante Welt
    • spannende Grundidee
    • glaubwürdige Charaktere

    Contra

    • manche Fragen bleiben offen
    • Beschreibung der Welt und ihrer Wesen kommt etwas zu kurz

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Christina Schmitt 3.Apr.2014 1.116 x gelesen