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    Von Stephenie Meyers Twilight-Serie losgetreten, feierten die Vampire im letzten Jahrzehnt ein großes Comeback in der Unterhaltungsliteratur, meist in Form von Romantasy. Beinahe seit Beginn des Booms surft J.R. Ward (alias Jessica Bird) mit ihrer Black Dagger-Serie auf dieser nun langsam abebbenden Erfolgswelle. Ende des Jahres steht bereits Band 21 an, wobei der Heyne-Verlag die englischen Originale stets in zwei Bänden veröffentlicht. Wards romantisch-erotische Thriller zielen vor allem auf Frauen als Zielgruppe, aber ich wollte nun mal wissen: Ist das auch was für mich?

    bd_nachtjagd

    Heyne Verlag 2007
    268 Seiten
    Leseprobe/Bestellen bei Amazon

    Inhalt
    In einer Kleinstadt im Nordosten der USA leben die letzten Vampire. Eigentlich ist Wrath ihr Herrscher, doch der zum König Ausersehene prügelt sich lieber als Krieger der Black Dagger-Bruderschaft mit den sogenannten Lessern, seelenlosen Vampirjägern.
    Dann bekommt er die Aufgabe, die schöne Beth zu beschützen, eine Halbvampirin, die kurz vor der Transition vom Mensch zum Vampir steht. Schnell ist es um Wrath geschehen, doch er gerät plötzlich ins Visier des Lesser-Anführers und der Polizei und es droht sogar Verrat aus den eigenen Reihen.

    Wenn man meckern will, kann man natürlich einiges finden, was an Wards Welt arg klischeehaft geraten ist. Die Brüder tragen allesamt martialische Namen (Wrath, Tohrment, Rhage, Zsadist …), sind allesamt natürlich wieder unglaublich gut aussehend und unglaublich stark und auch die Frauen sind allesamt umwerfend schön und perfekt. Warum sich die Vampire in dem kleinen Städtchen versammeln und den Lessern ihre Aufgabe, sie aufzuspüren, damit so einfach machen, bleibt ebenso schleierhaft, wie die Frage, warum die Vampire hin und wieder ihre Fähigkeit sich zu dematerialisieren nicht nutzen, wenn es eigentlich sinnvoll wäre, sondern statt dessen mit Autos durch die Gegend kutschieren bzw vor den Lessern weglaufen.

    bd_blutopfer

    Heyne Verlag 2007
    300 Seiten
    Leseprobe/Bestellen bei Amazon

    Schiebt man diese Punkte allerdings beiseite, liefert Ward durchaus männerkompatible Kost, sicherlich nicht eben auf literarischem Höchstniveau, dafür aber mit einem gelungenen Spannungsbogen, der sich locker flockig wegliest.
    Hart zu kritisieren ist jedoch die Aufteilung des ersten Bandes „Dark Lover“ durch den Heyne Verlag. Nachtjagd und Blutopfer kommen zusammen nicht mal auf 600 Seiten, daraus 2 Bücher a 8 Euro zu machen ist schon ziemlich daneben, zumal Nachtjagd an seinem „Ende“ wirklich nur lose Fäden zu bieten hat und somit alles andere als eigenständig ist.

    Fazit

    Thrillerelemente, Action, Erotik und hin und wieder aufblitzender Humor verhindern nicht nur, dass der Plot in ähnlich unerträgliche Kitschdimensionen abrutscht, wie Twilight, sondern sorgen sogar für Spannung. Aber beide Teile zusammen für nen 10er wären eher ein faires Angebot.

    Wertung


    Pro

    • spannende Geschichte
    • gute Mixtur aus Action, Spannung, Erotik und Romantik
    • sympathische Charaktere

    Contra

    • Logikmängel
    • z.T. arg klischeebeladen
    • Aufteilung auf 2 Bände unnötige Geldmacherei

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Kilian Kuhn 26.Mai.2013 1.476 x gelesen
    • sffanfan

      Ne ne, ganz furchtbar! Habs beim besten Willen nicht ertragen können.