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    Macht, der erste Band dieser epischen Reihe, konnte mich richtig begeistern (siehe Rezension hier) und machte mehr als neugierig auf die nun erschienene Fortsetzung. Kann Band zwei den hohen Erwartungen gerecht werden?

    Die Vertriebenen und die Verlorenen
    Nach der Eroberung ihrer Heimat durch feindliche Kämpfer sind der junge Krieger Corban, die verwaiste Prinzessin Edana und einige Getreue auf der Flucht und versuchen, sich zu potenziellen Verbündeten durchzuschlagen. Auf der Gegenseite agiert der edle Recke Veradis weiterhin im Sinne seines Freundes Nathair, den er für den Auserwählten hält. Nathairs Mutter Fidele sucht in alten Überlieferungen nach Hilfe zum Verstehen der rätselhaften Prophezeiung und andernorts zieht ein Giganten-Anführer mit seinen Leuten Richtung Menschengebiete, um mehr über die Pläne der verhassten Erzfeinde in Erfahrung zu bringen. Der treue Maquin gerät währenddessen zusammen mit seinen letzten verbliebenen Gadrai-Brüdern in eine weitere Verschwörung und wird zum Gejagten.

    Erneut gibt es neben dem besonders wichtigen Corban mehrere – mal häufiger, mal seltener verwendete – „Point of View“-Charaktere, die während der einzelnen Kapitel abwechselnd im Fokus der Handlung stehen. Dabei haben sich im Vergleich zum ersten Band ein paar Veränderungen ergeben – man findet storybedingt Neuzugänge, aber es entfallen auch Figuren. So wird der arme Kastell etwa durch seinen väterlichen Mentor Maquin ersetzt, den nach dem Verlust seines Schützlings Schuldgefühle plagen. Alle Figuren überzeugen durch durchdachte, vielschichtige und eigenständige Persönlichkeiten. Ein Lob von mir gibt es erneut für die liebenswerten tierischen Begleiter, vierbeinig oder gefiedert.

    (c) Blanvalet
    Umfang: 832 Seiten (Klappbroschur)
    seit 18.09.2017 im Handel
    Leseprobe / Bei Amazon bestellen

    Viel Lesegenuss
    Auch im Bereich der Schauplätze wird das Repertoire vergrößert und auf zusätzliche Landstriche sowie die damit verbundenen Bewohner und Gefahren ausgeweitet. Allen Orten gemeinsam sind die detaillierten Beschreibungen, die komplexen Zusammenhänge und die spannende Atmosphäre. Die Fortsetzung steht dabei dem Erstling in nichts nach.
    Auch hier wirken ein paar Elemente vielleicht aus anderen Fantasy-Plots bekannt, angesichts des tollen Gesamtpakets kann man das aber problemlos verschmerzen.

    Trotz des beachtlichen Umfangs ist mir die Geschichte nie langweilig geworden, was nicht zuletzt am Abwechslungsreichtum (unter anderem durch die verschiedenen Hauptcharaktere und die wechselnden Orte) liegt. Außerdem wird zwischendurch immer wieder eine ordentliche Portion Action geboten und man muss um die sympathischen Charaktere zittern. Das Ende ist einmal mehr sehr offen gehalten, so dass die Spannung auf den nächsten Band noch mehr steigt.

    Fazit

    Bosheit setzt die vielen Stärken des ersten Buches gekonnt fort und hat mir spannende Lesestunden ohne einen Funken Langeweile beschert. Die komplexen Charaktere erleben in ihrer durchdachten Welt mitreißende Abenteuer mit viel Abwechslung und Atmosphäre. Band 3, ich warte!

    Wertung


    Pro

    • glaubwürdige, teils sehr sympathische Charaktere
    • gelungener Aufbau mit Abwechslung und Spannung
    • überzeugende frühmittelalterliche Welt mit einem Schuss Magie

    Contra

    • ein paar bekannte Elemente

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Christina Schmitt 1.Okt.2017 1.009 x gelesen