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    Mit “Caraval” ist Stephanie Garber auf Anhieb ein New York Times Bestseller gelungen, die Filmrechte hat sich bereits Twentieth Century Fox gesichert. Nun ist der Auftakt der zweiteiligen Young Adult-Fantasy-Reihe auch hierzulande erschienen.

    (c) ivi Umfang: 400 Seiten (Broschiert) seit 20. März 2017 im Handel

    (c) ivi
    Umfang: 400 Seiten (Broschiert)
    seit 20.03.2017 im Handel
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    Eine Insel namens Caraval
    Wer die jährlich auf der Insel Caraval veranstalteten Wettbewerbe gewinnt, dem soll ein Wunsch erfüllt werden. Seit ihrer Kindheit möchte die Gouverneurstochter Scarlet Dragna die legendären Spiele einmal erleben. Von ihrem gewalttätigen Vater kontrolliert, hatte sie bislang aber keine Gelegenheit dazu. Kurz vor ihrer Verlobung, von der sie sich die langersehnte Freiheit für sich und ihre Schwester Donatella verspricht, wird sie von dieser und dem jungen Seemann Julian entführt und nach Caraval gebracht, um am magischen Spiel teilzunehmen. Denn genauso wie Scarlett möchte Donatella von ihrem Vater loskommen und zwar mit Hilfe des Wunsches für den Sieger des Caraval-Spiels. Doch dort angekommen, verschwindet Donatella auf mysteriöser Weise und Scarlett kämpft darum, sie wiederzufinden.

    Scarlet Dragna besitzt eine starke fürsorgliche Persönlichkeit. Dies zeigt sich darin, wie sehr sie sich bemüht, ihre Schwester vor ihrem gewalttätigen Vater zu schützen und sie nach ihrem Verschwinden zu retten. Anfangs hegt sie gegenüber Julian keine allzu freundlichen Gefühle, doch nach und nach schweißt das Abenteuer auf Caraval die beiden zusammen und eine aufblühende Zuneigung entsteht zwischen ihnen. Donatella tritt in diesem Band als Nebencharakter auf, deshalb erfährt der Leser kaum etwas über sie. Dies könnte sich jedoch im Folgeband ändern. Trotz vorhandenem Potentials findet im Laufe der Geschichte keine Charakterentwicklung statt.

    Die Geschichte wird mit vielen fantastischen Elementen und einem interessanten Konzept sehr spannend erzählt. Im Vordergrund des Buches steht das Spiel von Caraval und Scarletts Abenteuer erinnert dabei an Harry Potter beim ersten Besuch in der Winkelgasse: Während des Spiels wird sie immer wieder mit verrückten, wunderlichen und fantastischen Situationen konfrontiert. So treffen die Spieler verschiedene mysteriöse Figuren aus dem Spiel und müssen Aufgaben meistern und dabei beispielsweise mit Ängsten, Lebenstagen oder Geheimnissen als Währung bezahlen. Beispielsweise soll Scarlett für ein Kleid mit ihrer schlimmsten Angst und ihrem größten Wunsch bezahlen, die sie gegenüber der Verkäuferin nur auszusprechen braucht. Diese wägt mit Hilfe einer magischen Waage den Wahrheitsgehalt der Aussagen ab.

    Hinter dem Spiel von Caraval steckt aber mehr als man erahnt. Um die Spannung für potentielle Leser aufrecht zu erhalten, wird an dieser Stelle nicht mehr verraten. Im Laufe der Geschichte lockern immer wieder kleinere Briefe, die durch eine malerische Schrift hervorgehoben werden, die Lektüre auf. Durch die metaphorische Sprache des Buches, die sehr viele Farbassoziationen enthält, z.B. “Scarletts Panik wuchs, wurde quecksilbern”, wirkt die Lektüre manchmal etwas überladen. Ein kleiner Cliffhanger im Epilog weckt Neugierde auf den Folgeband.

    Fazit

    Caraval ist der erste Teil einer zweibändigen Fantasy-Reihe für junge Erwachsene. Durch den Wettbewerbs-Charakter ist die Geschichte sehr spannend zu lesen. Mit vielen originellen Ideen ist das Buch für (Märchen-)Fantasyliebhaber äußerst unterhaltsam. Insgesamt ein solides Werk, das Potential für eine gute Fortsetzung aufweist.

    Wertung


    Pro

    • spannendes Konzept und originelle Ideen
    • Interessantes Setting und ansprechende Charaktere

    Contra

    • Häufung von Farbassoziationen
    • keine Charakterentwicklung

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Abenteuer, Bücher, Fantasy
    von Alena Magd 24.Apr.2017 640 x gelesen