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    Dark Space – Die Menschheit ist verloren ist der Auftakt zur gleichnamigen Science-Fiction Buchreihe des Kanadiers Jasper T. Scott, die im Original bereits sechs Bände umfasst. Thematisch geht es vor allem um Weltraumschlachten die im weitesten Sinne an Star Wars oder Computerspiele a la Wing Commander erinnern. Naja, und nebenbei wird halt auch noch das Schicksal der Menschheit in die Hände eines Nobodys gelegt.

    Dark Space - Die Menschheit ist verloren

    (c) Piper Verlag
    Umfang 272 Seiten
    seit 01.04.2016 im Handel
    Leseprobe / Bei Amazon bestellen

    Zwischen Outlaw und Held
    Wir begleiten den Piloten Ethan Ortane, der sich im sogenannten Dark Space als Schmuggler verdingt. Der Dark Space ist dabei eigentlich eine Weltraum-Region, die ursprünglich als Strafkolonie genutzt wurde, nach einem Krieg gegen eine insektenhafte Alienrasse aber zum scheinbar letzten Rückzugsort für die Menschheit geworden ist. Dort ist sich jeder selbst der nächste, da die Polizeitruppe, die sogenannten Novas, unter militärischer Führung mehr damit beschäftigt sind, den abgeschalteten Sprungtor-Zugang zur Region zu überwachen, als unter den Bewohnern für Ordnung zu sorgen.
    Da ist es nicht verwunderlich, dass Ethan durch Geschäfte mit dem fiesen Gangsterboss Brondi sein Schiff und seine hübsche Co-Pilotin Alara verliert und gezwungen wird, sich als Nova-Pilot bei den Streitkräften einzuschleichen, um diese durch einen perfiden Plan zu sabotieren. Brondi verfolgt damit natürlich kein geringeres Ziel als die absolute Kontrolle über den Dark Space zu übernehmen.
    Ethan, der eigentlich nur sein Leben dahin fristete, in der geringen Hoffnung, seine im Krieg verschollene Familie wiederzufinden, ist zwischen seiner eigenen Abscheu gegenüber dem Militär und der Aussicht auf die Schuld am Tod etlicher Unschuldiger hin und her gerissen. Zu spät erkennt er, dass Brondis Plan noch hinterhältiger ist, als er es erwartet hatte. Es kommt zu einem Showdown, der mehrere Überraschungen bereit hält, die nicht nur Ethan, sondern auch den Dark Space und womöglich die ganze Menschheit betreffen.

    Dogfight
    Wie schon angedeutet, spielen sich weite Passagen in kleineren und größeren Raumschlachten ab, die sehr nah an gängigen Computerspielen dieser Art orientiert sind. Zumindest fand ich mich doch sehr stark daran erinnert. Während es dabei nicht zu sehr ins technische Detail geht, werden aber vor allem Waffentypen und Wirkungsweisen ausführlich beschrieben und eben der Ablauf des Kampfes. Das mag recht abgedroschen und eintönig erscheinen ist aber sprachlich doch einigermaßen spannend verpackt und man kann sich dabei durchaus in das Cockpit eines Raumjägers oder etwas Ähnlichem versetzt fühlen.
    Was die restliche Geschichte angeht, ist es leichte Kost und in weiten Teilen recht vorhersehbar. Lediglich gegen Ende gibt es, wie schon gesagt den einen oder anderen unvorhersehbaren Twist. Nicht desto trotz hat mir das ganze vom Stil sehr gut gefallen und ließ sich kurzweilig lesen.

    Bei der Aufmachung schummelt Pieper allerdings ein wenig. Von den Abmessungen ist das Taschenbuch fast schon ein wuchtiger Wälzer, beherbergt aber lediglich unter 300 groß bedruckte Seiten. Von daher sollte man sich auf ein vergleichsweise kurzes Lesevergnügen einstellen.

    Fazit

    Unterhaltsames aber kurzes Weltraum-Abenteuer, ganz im Stil eines Chris Roberts Computerspiels, das durchaus Appetit auf den nächsten Teil der Reihe macht, der für September angekündigt ist. Im Vordergrund stehen vor allem die Raumschlachten, während die durchaus vorhandene Heldenreise hier eher Beiwerk ist. Das Szenario hat viel Potenzial, das aber zumindest in diesem ersten Band bei weitem nicht ausgereizt wird.

    Wertung


    Pro

    • gut zu lesende Schreibe
    • Mittendrin Gefühl
    • sympathischer Hauptcharakter

    Contra

    • recht kurz
    • relativ offenes Ende
    • einige Wendungen werden mit dem Vorschlaghammer erzwungen

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Science-Fiction
    von André Pannenbecker 22.Jun.2016 3.852 x gelesen