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    Nach erheblicher Wartezeit wird die Lytar-Trilogie nun doch noch zum Abschluss gebracht – während die ersten beiden Bände bereits vor Jahren erschienen und dann 2016 von Piper in neuer, optimierter Version herausgebracht wurden (siehe Rezensionen hier und hier), ist der finale Band den Lesern noch völlig unbekannt. Gelingt das Ende trotz der langen Pause?

    (c) Piper
    Umfang: 464 Seiten (Taschenbuch)
    seit 02.11.2017 im Handel
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    Was damals geschah
    Im Dorf Lytara geht die Erzählung der vergangenen Ereignisse in die letzte Runde. Gemeinsam mit dem Gesandten aus Thyrmantor erfahren wir, wie sich der Kampf gegen Kanzler Belior und seine finsteren Verbündeten entwickelte. Die jungen Helden rund um Bogenschütze und Glückskind Garret haben einige neue Mitstreiter gewonnen, darunter etwa Sina, die selbstbewusste Tochter der geheimnisvollen Sera Leonora und des verschrobenen Arteficiers Knorre. Verstärkung haben die Guten auch bitter nötig, denn einen Teil der Gruppe verschlägt es recht plötzlich mitten in feindliches Gebiet. Die Bardin Farindil reist währenddessen in die Elfenlande, ihre vor langer Zeit verlassene Heimat, um dort weitere Unterstützer zu gewinnen.

    Der Hauptteil der Handlung folgt Garret und seinen engsten Begleitern, zwischendurch wechselt die Perspektive aber auch zu anderen Schauplätzen und Protagonisten wie etwa der Elfe auf ihrer Mission. Einige zentrale Themen durchziehen die Geschichte, unter anderem die Frage, ob man es wagen kann, die Kriegsgeräte der untergegangenen Zivilisation zu neuem Leben zu erwecken – Martens dezent unheimliche Verbindung mit dem Falken-Animaton lässt vermuten, dass Vorsicht und Zurückhaltung trotz der unbestreitbaren Vorteile angebracht sind.

    Auch ein feindlicher Soldat ist jemandes Sohn

    Garret selbst beginnt, seine Fähigkeiten weiter zu meistern, und auch die Gefährten zeigen sich mehr denn je als ernstzunehmende Gegner für Beliors Schergen. Trotz humorvoller Anteile und des sehr sympathischen, herzlichen Umgangs der Freunde miteinander enthält gerade dieser Abschlussband aber auch einige düstere, nachdenklich machende Momente.
    Die Helden müssen blutige Auseinandersetzungen überstehen und schwierige Entscheidungen treffen. Sie erkennen, dass viele der vermeintlichen Feinde nur unfreiwillig im Dienst des Tyrannen stehen. Die Charaktere wirken schon dadurch etwas gereift, ohne ihren grundlegenden freundlichen und hoffnungsvollen Charme zu verlieren.

    Nicht alle Ideen in der Story wirken ganz neu und überraschend, ausgeglichen wird dies aber nicht zuletzt durch Garrets Begabung für aberwitzige Aktionen. Abwechslung und Spannung kommen auch durch die schön beschriebenen frischen Handlungsorte sowie die neuen Figuren ins Geschehen. Und ganz wichtig: Das Ende wirkt sehr rund, bringt sowohl die Geschichte von „damals“ als auch die Rahmenhandlung rund um den Gesandten sowie dessen Zusammentreffen mit den Helden von einst zu einem würdigen Abschluss, der keine Fragen mehr offen lässt.

    Fazit

    Das Blut der Könige ist ein würdiges Finale der Lytar-Chronik, das den lieb gewonnenen Charakteren und ihren Abenteuern gerecht wird. Das Ende lässt keine Fragen offen und bringt die Handlungsfäden zu einem gelungenen Abschluss. Trotz des zeitlichen Abstands zum Entstehen der vorherigen Bände ist das Projekt geglückt und die Leser können unbesorgt zugreifen.

    Wertung


    Pro

    • sympathische Charaktere
    • abwechslungsreiche Geschichte
    • schön beschriebene Schauplätze
    • gelungene Dialoge, teils mit Humor
    • rundes Ende der Trilogie

    Contra

    • manchmal etwas vorhersehbare Details (aber nur selten)

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Christina Schmitt 11.Nov.2017 440 x gelesen