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    Durch Das Lied der Dunkelheit und die Folgebände ist Peter V. Brett zu einem der ganz Großen unter den modernen Fantasy-Autoren geworden. Die Wartezeit auf die Fortführung des Dämonensaga (Band vier, Der Thron der Finsternis, soll im September erscheinen) kann man sich nun mit einem Ableger ein wenig verkürzen.

    erbedeskuriers

    (c) Heyne
    Umfang: 208 Seiten
    seit 14.04.2015 im Handel
    Leseprobe / Bestellen bei Amazon

    Dorn Damaj

    Kuriere sind in der Welt der Bücher bekanntlich meist die einzigen, die auch nachts den Gefahren der Wildnis trotzen und durchs Überbringen von Nachrichten eine Verbindungen zwischen den versprengten Siedlungen schaffen. Auch in dieser Novelle sind die mutigen Männer wichtig, wie man unschwer schon am Buchtitel erkennen kann. Titel und offizielle Beschreibung setzen aber mal wieder einen nicht ganz optimalen Schwerpunkt.
    Im Zentrum steht stattdessen eigentlich erstmal der kleine Dorn, jüngster Sohn eines schon vor Jahren aus dem Wüstenspeer desertierten krasianischen Kriegers und einer einheimischen Tierheilerin. Von beiden Eltern hat der Junge wertvolle Überlebenstipps für den Umgang mit den allgegenwärtigen Dämonen erhalten und diese Ratschläge werden ihm im Laufe der Geschichte noch gute Dienste leisten…

    Eine spannende Geschichte und ein paar Extras

    Die Erzählung liefert uns einen weiteren gelungenen Einblick ins ständig von Horclingen bedrohte Dorfleben, schildert außerdem spannende Begegnungen mit den Monstern samt pfiffigen Tricks und bietet später auch ein Wiedersehen mit ein paar alten Bekannten. (Ex-)Kurier Ragen stellt durch seine Bekanntschaft mit Dorns Vater und seine Rolle als Mentor des „Haupthelden“ Arlen die wesentliche Verbindung zwischen dieser Geschichte und der Serie dar. Der Beginn ist ungefähr parallel zum Start von Arlens offizieller Kurier-Laufbahn angesiedelt, das Ende kurz nach dem Cliffhanger des dritten Bandes. Dorn soll dann auch im nächsten Buch auftauchen.
    Peter V. Brett schreibt im gewohnten fesselnden, actionreichen Stil, bei dem aber auch die Charaktere nicht zu kurz kommen.

    Neben der lesenswerten Novelle enthält das Buch ein paar hübsche Zeichnungen, 20 zusätzliche Seiten zu wichtigen Siegeln bzw. den Dämonenarten, gegen die sie besonders effektiv sind, eine Auflistung krasianischer Fremdwörter und Personen (allerdings mit vielen Begriffen und Namen, die in diesem Buch gar keine Rolle spielen) sowie als Schmankerl auch noch eine kurze Leseprobe zur Fortsetzung der eigentlichen Reihe.
    Für Fans also eine durchaus lohnende Anschaffung, man muss aber bedenken, dass die Novelle an sich nur etwas mehr als 100 Seiten umfasst. Das Bonusmaterial wurde außerdem ziemlich gestreckt – vor allem im „Grimoire der Siegel“ sind viele Seiten nur mit wenig Text und großen Illustrationen (Abbildungen der jeweiligen Zeichen) gefüllt und das sowieso bloß kleine krasianische Glossar hätten sich die Herausgeber wie gesagt auch teilweise sparen können. Das Büchlein lässt sich also noch schneller durchlesen als man anhand der Seitenzahl vermuten könnte.

    Fazit

    Peter V. Brett liefert uns hier eine lesenswerte Novelle im gewohnt fesselnden Stil, die nicht zuletzt einen interessanten neuen Charakter einführt. Kenner der Reihe dürfen sich so über weitere Einblicke ins spannende Szenario der dämonenverseuchten Welt freuen und bekommen außerdem etwas Bonusmaterial geboten. Trotzdem könnte das Preis-Leistungs-Verhältnis aber besser sein, denn die Zusatzinhalte wirken teilweise ein bisschen gestreckt und das Büchlein ist schnell durchgelesen.

    Wertung


    Pro

    • spannende Geschichte
    • interessanter neuer Charakter
    • diverse Extras
    • hübsches Design passend zum Rest der Reihe

    Contra

    • geringer Umfang
    • Bonusmaterial wirkt teilweise künstlich gestreckt

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Christina Schmitt 19.Apr.2015 1.152 x gelesen