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    Schon Cover und Titel des Buches deuten darauf hin, dass man es hier mit kriegerischer Fantasy zu tun bekommt. Im folgenden Artikel erhaltet ihr ein paar nähere Informationen zum dicken Schmöker von David Falk.

    derletztekrieger

    (c) Piper Verlag
    Umfang: 560 Seiten
    seit 16.07.2013 erhältlich
    Leseprobe / Bestellen bei Amazon

    Klassische Fantasy mit einem Schuss Endzeit-Stimmung und Grusel

    Athanor ist nicht nur der letzte Krieger, sondern auch gleich der letzte Mensch, der seit geraumer Zeit in der Welt des Buches gesichtet wurde. Alle anderen wurden, infolge eines außer Kontrolle geratenen Bündnisses, von Drachen und weiteren Monstern dahingerafft.
    Der einsame Hauptdarsteller schlägt sich nun, lediglich in Begleitung eines übellaunigen Maulesels, als Waldläufer und Händler durch. Nach einer Zufallsbegegnung mit mehreren Elfen soll er im Auftrag der Spitzohren einen Handel mit deren zwergischen Erzfeinden abschließen, doch hinter der vermeintlich einfachen Handelsmission steckt weit mehr. So gerät Athanor unter anderem in die Intrigen zwischen den einzelnen Elfenvölkern, während sich in den verlassenen Menschenländern eine neue unheimliche Gefahr erhebt, welche selbst den stärksten Trollen gefährlich werden kann…

    Da fehlen nur noch Hobbits

    Wie man schon an der kurzen Zusammenfassung merkt, geben sich in diesem Buch allerlei klassische Fantasy-Völker und Fabelwesen ein Stelldichein, allerdings mit arg dezimiertem menschlichem Teilnehmerfeld.
    Der Held erinnert mich an Aragorn aus Der Herr der Ringe (nicht nur vom Namen her), ist bloß unfreundlicher und egoistischer. Zudem hat durch seine Rolle im Krieg und sein Verhalten während der Drachenangriffe Schuld auf sich geladen. Wobei der anfängliche verbitterte und desillusionierte Einzelgänger auch eine gewisse Wandlung durchmacht und später durchaus dazu in der Lage ist, Freundschaften zu schließen bzw. sich für seine Kameraden einzusetzen. In der rauen Schale steckt also zumindest ein kleiner weicher Kern. Selbst dann kann er aber manche seiner neuen Verbündeten nicht ausstehen, was auf Gegenseitigkeit beruht und zu vielen (Wort)gefechten führt.
    Zwischendurch gibt es immer mal kurze Kapitel, die andere Figuren beleuchten, beispielsweise eine elfische Grenzwächterin, die auf ihrem Greif übers Land fliegt, oder einen jungen Zwerg unter der Erde, der Schwerpunkt liegt aber auf Athanors Geschichte.

    Der Schreibstil des Romans weiß zu überzeugen, etwa mit schön geschilderten, gut nachzuvollziehenden Kampfszenen, atmosphärischen Höhlen-Exkursionen, einem fast immer angemessenen Erzähltempo und auch einem Hauch Humor, beispielsweise in den verbalen Auseinandersetzungen. Letzterer Punkt hätte für meinen Geschmack aber ruhig noch ein wenig ausgebaut werden dürfen – ich liebe Wortgefechte und zynische oder ironische Kommentare.

    Die Welt des Buches erscheint glaubwürdig und durchdacht, insbesondere die Heimat der Zwerge und Teile der Elfen-Regionen hat man schon sehr bildlich vor Augen. Die Auflösung der unheimlichen Bedrohung wirkt ziemlich logisch, erschien mir aber irgendwie etwas zu einfach. Das Buch endet mit einem actionreichen Finale und kann durchaus als Einzelband gelesen werden, bietet aber auch Raum für weitere Abenteuer des Titelhelden. Eine Rezension des zweiten Buches, Der letzte König, werdet ihr demnächst bei uns finden.

    Fazit

    Der letzte Krieger ist ein flüssig zu lesendes Abenteuer für Freunde des High-Fantasy-Genres. Mit seinem raubeinigen Helden, ein paar interessanten Nebenfiguren, dem gelungenen Schreibstil und dem fast immer ordentlichen Erzähltempo bietet das Buch gute Unterhaltung für lange Winterabende. Stellenweise ist mir die Geschichte allerdings schon etwas zu klassisch. Zwar wird teilweise dann doch noch von den üblichen Klischees abgewichen (die Trolle sind z.B. längst nicht so doof, wie man meinen könnte) und auch die Bedrohung kommt von eher ungewöhnlicher Seite, wodurch sich auch die Atmosphäre etwas vom Gewohnten abhebt, aber insgesamt hätte ich mir noch mehr eigene Ideen, nicht zuletzt im Bereich der Völker, gewünscht.

    Wertung


    Pro

    • zynischer Held und eine Portion Humor
    • viele spannende Szenen
    • guter Schreibstil
    • als abgeschlossener Band zu lesen

    Contra

    • fehlende eigene Ideen bei den Völkern
    • Auflösung etwas simpel

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Christina Schmitt 22.Dez.2014 1.748 x gelesen