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    Sebastian Fitzek ist ein ganz Großer im Bereich des deutschsprachigen (Psycho)thrillers, der mit Büchern wie Die Therapie, Das Kind (bereits verfilmt) oder Splitter riesigen Erfolg hatte. Auch sein aktuelles Werk Der Nachtwandler nimmt seit Monaten einen prominenten Platz in den Taschenbuch-Bestseller-Listen ein. Aber ist es sein Geld auch wirklich wert?

    Inhalt:

    nachtwandlercover

    Knaur Verlag, 2013
    320 Seiten

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    Das Schlafwandeln ist ein noch immer nicht gänzlich erforschtes Phänomen – fest steht, dass manche Menschen in solchen Phasen die unglaublichsten Dinge vollbringen, etwa sinnvolle Gespräche führen, Strecken mit dem Auto zurücklegen, ja sogar ein Mord soll schon von einem Schlafwandler verübt worden sein. Fitzek stellt diesen interessanten Zustand der Bewusstlosigkeit ins Zentrum seines Romans.

    Der aufstrebende Architekt Leon Nader wird von einem Kindheitstrauma eingeholt. Als Zehnjähriger wurde der schlafwandelnde Leon, der bei einem Autounfall die leiblichen Eltern verlor, dabei erwischt, wie er mit einem Messer in der Hand am Bett seines Pflegebruders stand. Nach einer langen Atempause scheint das Schlafwandeln nun zurück zu kommen, in Leons Umfeld gehen zur gleichen Zeit schlimme Dinge vor sich. Beunruhigt rüstet sich der junge Mann mit einer speziellen Kamera aus, um die nächtlichen Aktivitäten zu verfolgen. Erschütternde Aufnahmen sind das Ergebnis…

    Der Nachtwandler baut schnell Spannung auf, das muss man dem Buch lassen. Wohl kaum ein Leser wird den Thriller beiseite legen, bevor die ganze Sache geklärt ist. Trotz der eigentlich fesselnden Story fand ich aber einige Dinge störend. Allen voran die in meinen Augen arg konstruiert und auch nicht recht glaubwürdig erscheinende Auflösung. Manche Erklärungen kamen mir etwas weit hergeholt vor, mysteriöses Schlafwandeln hin oder her.
    Dazu kommt der oft hektische, verwirrende Stil und Aufbau – zwar unterstreicht dies die albtraumhafte Atmosphäre und Leons zunehmende Panik angesichts dramatischer Ereignisse und Erinnerungslücken, angenehm zu lesen ist die Geschichte so aber nicht immer.

    Fazit

    Der Nachtwandler ist ein durchaus spannender Thriller mit ungewöhnlicher, unverbrauchter Thematik, dessen Ende und auch Handlungsverlauf mich aber nicht vollends überzeugt haben. Die überragenden Verkaufszahlen sind wohl vor allem auf den guten Namen des Autors zurück zu führen – ein Must Read ist das Buch (zumindest für mich) jedoch nicht geworden.

    Wertung


    Pro

    • Interessantes Thema
    • spannende Handlung

    Contra

    • unglaubwürdiges Ende
    • oft wirrer, hektischer Aufbau und Stil

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Horror
    von Christina Schmitt 9.Jun.2013 1.509 x gelesen