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    Kendare Blake, eine US-Autorin mit südkoreanischen Wurzeln, gelang mit dem Dark Fantasy-Roman „Der schwarze Thron“ (Im Englischen „Three Dark Crowns“) ein New York Times Bestseller. Zurecht?

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    (c) Penhaligon Verlag
    Umfang: 448 Seiten
    seit 09.05.2017 im Handel
    Leseprobe / Bei Amazon bestellen

    Drei Königinnen mit Anrecht auf den Thron, nur eine kann gewinnen.
    Das Inselreich Fennbirn, Zuhause der Giftmischer, Elementarwandler und Naturbegabten, wird von einer Königin regiert, die zuvor den Thron durch Schwestermorde für sich gewinnt. Diese wird in Regierungsangelegenheiten vom Schwarzen Rat unterstützt, deren Mitglieder aus privilegierten und mächtigen Häusern stammen. Jede Königin regiert so lange, bis die Göttin ihr Drillinge und damit die nächste Generation von Königinnen schenkt, dann zieht sie sich von den Regierungsangelegenheiten zurück. Diese Drillinge, die jeweils mit einer Gabe bedacht sind, kämpfen ab Beltane, der Erwachsenenzeremonie, gegeneinander. Der Siegreichen gehört der Thron und damit die Herrschaft über Fennbirn. Katherine, Mirabella und Arsinoe sind die derzeitigen Königinnen, die von mächtigen Familien der jeweiligen Fraktion (Gitftmischer, Elementarwandler und Naturbegabte) aufgezogen werden. Aufgewachsen mit dem Gedanken, die Schwestern zu töten, werden grausame Pläne geschmiedet, um aus dem Kampf um den Thron siegreich hervorzugehen. Dabei werden die Nahestehenden der drei Königinnen zum Teil der Intrigen.

    Ist die Stärkste am Ende auch die Siegreiche?
    Katherine, die bei den Giftmischern aufwächst, wird zu jeder Mahlzeit gezwungen, Gift zu essen. Denn sie soll damit ihre Gabe stärken und resistenter gegen Gift werden. Körperlich und seelisch gebrochen lässt sie sich auf den jungen und ambitionierten Mann Pietyr ein, der sie zwar stark umwirbt, jedoch ganz andere Pläne mit ihr hat.
    Arsinoe, die naturbegabte Königin, erfährt aufgrund ihrer fehlenden Gabe kaum Respekt. Alle gehen davon aus, dass sie den Königinnenkampf nicht überleben wird. Nur von ihrer treuen Freundin Jules und deren Liebsten Joseph unterstützt, tritt sie ihrem Schicksal mit einem gewitzten Trick entgegen.
    Nur die schöne Elementarwandlerin Mirabella, deren Gabe, die Elementare zu beherrschen, vollständig erwacht ist, konnte eine große Schar Anhänger um sich versammeln, denn sie hat die größten Chancen, nach der Erwachsenenzeremonie zu überleben.
    Aus der Sicht dieser drei jungen Frauen wird die Geschichte kapitelweise erzählt und sie alle buhlen mit ihren Stärken und Schwächen um die Sympathie des Lesers. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Leser sich bis zum Ende des Buches immer noch nicht entscheiden kann, wen er unterstützt, da die Protagonisten aufgrund der grausamen Ausgangssituation, die Schwestern eines Tages töten zu müssen, und aufgrund ihrer individuellen Situationen das Mitgefühl des Lesers wecken.

    Entsprechend der Thematik ist der Erzählton ernst und düster. So werden beispielsweise Katherines Leiden mit den regelmäßigen Giftkuren schonungslos beschrieben. Mit dem mittleren Erzähltempo ist der Spannungsbogen stellenweise flach, dafür werden viele Hintergrundinformationen gegeben.

    Die Geschichte spielt in einer High-Fantasy-Welt – auf der Insel Fennbirn. Elementarzauber wie z.B. Wetterbeeinflussungen oder Beherrschung des Feuers und die Naturbegabung, wie die Kontrolle über ein zu der naturbegabten Person passendes Tier sind die magischen Elemente von Fennbirn. Die mit viel Fantasie aufgebauten Schauplätze sowie der Zwist zwischen den Schwestern sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung des Lesers.

    Am Ende des Buches erwarten den Leser überraschende Wendungen, die die Neugierde auf den Folgeband wecken, der bereits im September erscheinen soll.

    Fazit

    Der schwarze Thron ist der erste Band einer düsteren Dark-Fantasy-Reihe. Mit einem durchdachten Fantasy-Setting und einem beeindruckend originellen Plot ist das Buch unterhaltsam zu lesen. Insgesamt eine gute Lektüre, die jedem Fantasy-Liebhaber ans Herz gelegt werden kann.

    Wertung


    Pro

    • überraschende Wendungen
    • interessantes Worldbuilding
    • Ausgangsidee ist originell

    Contra

    • Stellenweise langsames Erzähltempo

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Alena Magd 6.Jun.2017 1.032 x gelesen