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    Mit Der Spalt schickt uns der Science-Fiction Autor Peter Clines in das Leben eines superintelligenten Highschool Lehrers, der durch seine Kontakte zur Regierung in die dramatischen Geschehnisse um ein Raum und Zeit Experiment gezogen wird.

    © Heyne Verlag Umfang: 528 Seiten seit 08.02.2016 im Handel

    © Heyne Verlag
    Umfang: 528 Seiten
    seit 08.02.2016 im Handel
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    Alltag trifft Wissenschaft
    Unser Protagonist Mike Erikson ist ein Genie, jedoch möchte er viel lieber sein durchschnittliches Leben als Highschool Lehrer führen und nicht weiter auffallen. Durch einen Gefallen, dem er seinem alten Freund Reggie Magnus von der Regierung schuldet, wird der anfangs skeptische Mike jedoch überzeugt, ein Geheimprojekt auf Relevanz zu beurteilen und die dortigen Abläufe näher kennenzulernen.
    So kommt es, dass Mike sich auf den Weg nach San Diego macht, um dort den sogenannten „Spalt“ auf Funktion und Sicherheit zu prüfen, eine Art Portal, durch das Teleportation ermöglicht wird.
    Diese Aufgabe wird ihm durch die hohe Geheimhaltungsstufe und die übervorsichtigen Mitarbeiter unnötig erschwert. Nach und nach lernt Mike trotzdem die Eigenheiten der Mitarbeiter und des Portales kennen und bildet sich so ein für ihn schlüssiges Bild. Dies wird durch sein absolutes fotografisches Gedächtnis im Buch transportiert und durch sich bewegende Gedankenameisen dargestellt.
    So kommt es, dass Mike an aktuellen Testläufen des Teleporters beteiligt ist und diese gemeinsam mit dem Team hinterfragt und verbessert. Schritt für Schritt deckt er so die dunkle Vergangenheit der fehlgeschlagenen Versuche und die damit verbundenen Verluste auf und erkennt, wie wenig Wissen das Team eigentlich von der Funktionsweise des Teleporters hat.

    Zu Beginn befasst sich die Handlung fast ausschließlich mit den Geschehnissen in der Forschungseinrichtung und dem fotografischen Gedächtnis von Mike, sodass sich das Buch durch die verwirrende Handlung und die wissenschaftlichen Gespräche eher zäh und teilweise sogar langweilig liest. Die Nebencharaktere der Geschichte sind durch die fehlende Erzähltiefe leider zum Großteil austauschbar und lassen die Handlung dadurch oberflächlich und statisch wirken.
    Im letzten Drittel des Buches eskaliert die Lage dann völlig und zeigt uns als Leser eher ein Horrorszenario, gemischt mit SF-Elementen auf, wenn das Portal mit einem Mal das Bestehen der gesamten Menschheit gefährdet.

    An diesem Punkt wurde ich eher verwirrt, da die Handlungsstränge immer komplexer und abstrakter wurden und ich von Seite zu Seite mit mehr Fragen weitergeblättert habe. Die anfangs eher zähe Handlung wird also nun plötzlich zu einem Feuerwerk von Geschehnissen, was sich für mich als Leser eher unglaubwürdig angefühlt hat. Die wissenschaftlichen Fakten, die Clines in seinem Buch verwendet, wirken jedoch sehr genau recherchiert und ergeben trotz der Verwirrung zwischenzeitig eine logische Erklärung für die Geschehnisse. Leider überwiegt hierbei trotzdem das Chaos, das sich mit den ungeklärten Fragen durch das Buch zieht und die Logik wieder über den Haufen wirft.

    Dieses Durcheinander setzt sich bis zum Abschluss der Handlung fort und kommt zu einem eher unbefriedigenden Ende, welches sich möglicherweise durch eine Fortsetzung erklären ließe. Das Erscheinen einer solchen ist aber eher unwahrscheinlich, da der Autor im Nachwort darauf eingeht, dass der Titel aus einer Kurzgeschichte entstanden ist, an der er immer mal wieder weitergearbeitet hat.

    Fazit

    Klassische Science-Fiction Fans werden mit „Der Spalt“ wohl eher nicht glücklich. Wer jedoch eine abgedrehte Handlung mit Sci-Fi- und Horrorelementen und vielen Verkettungen mag, sollte sich zumindest die Leseprobe mal genauer ansehen.

    Wertung


    Pro

    • Interessante Grundhandlung
    • Faszinierender Protagonist
    • Viele korrekte wissenschaftliche Fakten welche…

    Contra

    • …die Handlung teils unnötig verkomplizieren
    • Horrorelemente gegen Ende zu überspitzt
    • Handlung im letzten Drittel zu abstrakt
    • austauschbare Nebencharaktere

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Horror, Science-Fiction
    von Pascal Requardt 26.Mrz.2016 840 x gelesen