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    Meuchelmörder, wetzt eure Klingen – David Daglish setzt seine mit Der Tänzer der Schatten begonnene Wächter-Serie fort und entführt uns einmal mehr in eine oftmals brutale Welt voller Grautöne.

    tänzerderklingen

    (c) blanvalet
    Umfang: 480 Seiten
    seit 20.04.2015 im Handel
    Leseprobe / Bestellen bei Amazon

    Ein Schatten, der die Nacht durchflattert

    Bei den durch Anführer Thren Felhorn in die Wege geleiteten, letztendlich gescheiterten Angriffen auf die Trifect mussten die Diebesgilden von Veldaren herbe Verluste hinnehmen, von denen sie sich auch fünf Jahre später noch nicht erholt haben. Zu allem Übel hat es seitdem auch noch ein kämpferisch überlegener Unbekannter auf die Ganoven abgesehen, der ihre Reihen weiter dezimiert. Hinter der tarnenden Kapuze des „Wächters“ verbirgt sich natürlich kein anderer als Protagonist Haern (ehemals Aaron), Threns totgeglaubter Sohn.
    Durch seine geheimen Aktivitäten kommt Haern zu Beginn einer Verschwörung auf die Spur und gerät ins Visier gefährlicher Feinde. Von allen Seiten gejagt, muss der junge Abtrünnige all seine Fähigkeiten nutzen und gleichzeitig auch lernen, Hilfe von seinen wenigen Verbündeten anzunehmen.

    Obwohl Haern wieder eindeutig die Hauptfigur ist, begleitet man in vielen Kapiteln auch andere Charaktere und erlebt so deren Seite der Ereignisse. Dadurch erfährt der Leser mehr über die dunklen Machenschaften der Bösewichte, wird über wichtige Entwicklungen andernorts auf dem Laufenden gehalten und kann sich vor allem auch besser in die Lage zentraler Charaktere, darunter auch ein paar starke Frauen, hineinversetzen. Unter den Figuren finden sich alte Bekannte, aber darüber hinaus einige interessante, teilweise auch für die Zukunft der Reihe recht vielversprechende Neuzugänge.

    Viele Intrigen, Bündnisse und generell komplexere Beziehungsgeflechte zwischen den einzelnen Personen haben in Kombination mit den gewohnt actionreichen Verfolgungen und Kampfszenen dazu geführt, dass mich der zweite Band noch einen Tick mehr fesseln konnte als sein Vorgänger. Außerdem kam mir diese Fortsetzung auch stilistisch etwas runder vor, selbst wenn in meinen Augen immer noch nicht ganz das hohe Niveau von Lieblingsbüchern wie der Locke Lamora-Reihe oder den Brent Weeks-Romanen erreicht wird.
    Ich bin aber auf jeden Fall gespannt, wie die Geschichte rund um Haern und die anderen wichtigen Charaktere weitergeht, denn trotz eines vernünftigen „Zwischen-Endes“ lässt auch dieser Band noch viel Raum für weitere Abenteuer und Überraschungen.

    Fazit

    Der Tänzer der Klingen hat mir mit seinen komplexen Charaktergeflechten samt Intrigen und dem verbesserten Schreibstil noch etwas mehr gefallen als der auch schon lesenswerte Vorgänger. Zwar ist die Geschichte immer noch nicht ganz so raffiniert und fesselnd wie die Abenteuer meiner Lieblings-Meuchelmörder und -diebe, aber die Serie befindet sich auf einem guten Weg.

    Wertung


    Pro

    • spannende Geschichte mit einigen Wendungen
    • actionreiche Verfolgungsjagden und Kämpfe
    • interessante neue und alte Charaktere

    Contra

    • immer noch nicht so faszinierend wie die Genregrößen

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Christina Schmitt 9.Mai.2015 1.177 x gelesen