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    Während die vorherigen beiden Bände (Rezensionen siehe hier und hier) noch relativ parallel zur Ausstrahlung der Serienstaffeln auf Pro7 erschienen, läuft Season 3 bisher noch nicht im Free TV und man kann trotzdem schon das dritte und letzte Buch rund um die auf die Erde geschickten Jugendlichen käuflich erwerben. Wobei sich in diesem Fall die Vorlage und die Umsetzung ja sowieso schon von Anfang an sehr deutlich voneinander unterscheiden, so dass z.B. keine Spoiler drohen.

    (c) Heyne Verlag
    Umfang: 320 Seiten
    seit 09.05.2016 im Handel
    Leseprobe / Bestellen bei Amazon

    Die letzten Rettungsboote
    Die vollgestopften Transporter und damit die letzten Möglichkeiten zur Flucht von der todgeweihten Arche haben den Weg zur Erde angetreten und schlagen mit nicht ausreichend abgebremster Geschwindigkeit auf. Zu den Überlebenden gehört neben vielen Zivilisten auch der machthungrige Vizekanzler Rhodes, welcher schon bald beginnt, die von den 100 so mühevoll aufgebaute kleine Kolonie nach seinen Vorstellungen umzugestalten.
    Gleichzeitig werden die Neuankömmlinge noch immer von der feindlich gesinnten Splittergruppe der Erdgeborenen bedroht.
    Erneut wechselt die Perspektive kapitelweise zwischen den Hauptdarstellern Clarke, Bellamy, Wells und Glass und es wird, stärker als in der sehr kampflastigen Serie, auf das Innenleben der Protagonisten eingegangen. Der junge Anführer Wells wird beispielsweise von Selbstzweifeln und Schuldgefühlen geplagt – ist er doch unter anderem teilweise dafür verantwortlich, dass die Sauerstoffvorräte der Raumstation so schnell zur Neige gingen. Auch mehrere Liebesgeschichten und deren mögliches tragisches Ende spielen eine wichtige Rolle.

    Unterhaltsame Geschichte mit kleinen Schwächen
    Es macht Spaß, zusammen mit Clarke herauszufinden, was aus ihren Eltern geworden ist, oder mitzuerleben, was anderen Figuren auf der Flucht vor den Machenschaften des Vizekanzlers zustößt.
    Zwischendurch fand ich die Handlung allerdings ein wenig unlogisch – da fliehen zahlreiche Menschen aus ihrer heimischen Siedlung und stellen sich auf eine Art Belagerung ein, nur um dann festzustellen, dass sie nicht mal genug Nahrung für einen einzigen Tag dabei haben (was wiederum eine Figur dazu bringt, auf eigene Faust Nachschub besorgen zu wollen). So dämlich kann doch niemand sein. Und auch an die Funktionstüchtigkeit eines mindestens dreihundert Jahre alten Bootes kann ich nicht so recht glauben…

    Außerdem gibt es am Anfang etwas zu viele Wiederholungen von Inhalten der bisherigen Geschichte (indem etwa Charaktere noch mal über das Vergangene nachdenken). Bei umfangreichen Fantasy-Schinken mit Jahren zwischen der Veröffentlichung einzelner Bände finde ich sowas ganz gut, um wieder auf den letzten Stand gebracht zu werden, aber bei einem erst schon nicht besonders umfangreichen (und wieder in relativ großer Schrift gedruckten) Buch, das noch dazu recht bald nach dem Vorgänger erscheint, hätten diese Rückblicke teils ruhig weggelassen werden können.
    Von solchen Stellen abgesehen ist die Geschichte aber schön zu lesen und die Trilogie wird zu einem guten, runden Abschluss gebracht. Die jugendlichen Helden wachsen an ihren Aufgaben und werden zu echten überlebensfähigen Erdlingen.
    Trotz einiger Kämpfe muss man aber berücksichtigen, dass auch dieses Buch weit weniger actionreich und düster ist als die Serie. Mancher Leser könnte es daher vielleicht stellenweise etwas langatmig finden.

    Fazit

    Wer die beiden Vorgängerbände mochte, wird in Heimkehr einen gelungenen Abschluss der Reihe rund um die 100 und ihre Abenteuer auf der Erde finden. Erneut steht, anders als in der eher actionbetonten TV-Serie, mehr das Innenleben der Protagonisten im Mittelpunkt. Von ein paar kleinen Durchhängern und gewissen logischen Schwächen abgesehen bekommen Fans hier ein flüssig zu lesendes Buch mit rundem Ende und sympathischen Charakteren geboten.

    Wertung


    Pro

    • rundes Ende der Trilogie
    • sympathische Charaktere
    • interessanter neuer Konflikt durch Landung des Vizekanzlers

    Contra

    • ein paar unlogische Stellen
    • etwas lahmer Einstieg durch zu viele Rückblicke

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Science-Fiction
    von Christina Schmitt 28.Mai.2016 740 x gelesen