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    Eine weitere Fantasy-Trilogie kommt zum Abschluss. Die beiden vorherigen Bände der Weltenwanderer-Reihe boten gute Unterhaltung mit Action und Charme (siehe Rezension des ersten Buches) – gelingt es der Autorin, die Geschichte ihrer Parallelwelten überzeugend zu beenden?

    (c) Fischer TOR
    Umfang: 720 Seiten (Taschenbuch)
    seit 25.04.2017 im Handel
    Leseprobe / Bei Amazon bestellen

    In den Fängen eines Möchtegern-Gottes
    Nachdem der mittlere Band im Gegensatz zum Erstling mit einem fiesen Cliffhanger endete, geht die Geschichte nun nahtlos weiter. Kell ist im Weißen London in eine Falle gelockt worden und in die Gefangenschaft des Schattenkönigs Osaron geraten. Wegen der magischen Verbindung zu Ziehbruder Rhy schwebt auch dieser in Lebensgefahr.
    Und das ist erst der Anfang der Misere, denn Osaron gelingt der Übergang ins Rote London, dessen Bewohner ihm in großer Zahl zu willenlosen Schergen werden. Im königlichen Palast formiert sich der verzweifelte Widerstand und nur die vereinten Kräfte der letzten Antari können das Blatt noch wenden.

    Neben den bekannten Hauptdarstellern Kell und Delilah (Lila) spielt im Abschluss der Trilogie besonders ihr früherer Widersacher Holland, dem sie auch jetzt nicht trauen können, eine entscheidende Rolle. Der Leser erhält durch verschiedene Erinnerungen Einblicke in die Vergangenheit des ältesten Antari und kann so besser verstehen, welche Ereignisse den auf den ersten Blick wenig sympathischen Charakter des Antihelden geformt haben.
    Erneut wichtig ist außerdem die schillernde Figur Alucard Emery, der adlige Magier, Piratenkapitän und Geliebte des Prinzen. Die Protagonisten müssen sich ganz schön zusammenraufen, denn außer der düsteren Bedrohung durch Osaron sorgen auch einige Verschwörungen und Geheimnisse im Palast oder der Umgebung für Ärger.

    Macht´s gut, Leute
    Das angegriffene Rote London ist der zentrale Schauplatz, für Abwechslung sorgen unter anderem Szenen auf hoher See. Die Story bietet dabei einige Wendungen, viel Action und jede Menge dunkle bis traurige Momente.
    Zwischendurch kommt die eigentliche Handlung auch mal ein bisschen ins Stocken, weil z.B. den Beziehungen zwischen den Charakteren recht viel Raum gelassen wird (man hätte eventuell manche Passagen ein wenig kürzen können), dafür wirken die Figuren und ihre Welt aber sehr glaubwürdig und werden außerdem in einem angenehmen, schönen Schreibstil geschildert.
    Trotz der schlimmen Lage ist die Interaktion nicht frei von Humor und Charakterzüge wie Lilas draufgängerische Ader lockern das Geschehen immer wieder auf.
    Das Ende macht einen runden Eindruck und bildet einen würdigen Abschied von den liebgewonnenen Hauptpersonen, kleine Ableger – etwa zu Alucards vergangenen Abenteuern – könnte ich mir aber recht gut vorstellen.

    Fazit

    Die Beschwörung des Lichts liefert einen gelungenen Abschluss der unterhaltsamen Trilogie mit Action und einigen Wendungen. Erneut können nicht zuletzt die sympathischen Charaktere und der angenehme Schreibstil (mit einer Prise Humor trotz düsterer Ausgangssituation) überzeugen. Zwischendurch kommt die Handlung ein wenig zu langsam voran, dafür liefert die Geschichte aber unter anderem interessante Einblicke in die Vergangenheit des Antihelden Holland.

    Wertung


    Pro

    • Story mit einigen Wendungen, Action, düsteren Momenten und rundem Ende
    • sympathische Charaktere und neue Einblicke in einzelne Persönlichkeiten
    • unterhaltsame Dialoge und flott zu lesender Stil

    Contra

    • zwischendurch hätte manches ein bisschen gekürzt werden können

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Christina Schmitt 6.Mai.2018 275 x gelesen