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    Nach seinen preisgekrönten Flammenwüste-Romanen (Rezension zum ersten Teil hier) und dem lesenswerten Kinderbuch Henriette und der Traumdieb (Rezension) startet Akram El-Bahay eine neue Trilogie rund um die geheimnisvollen Vorkommnisse in einer Büchermetropole.

    Doch nicht so langweilig…
    Nach einem tragischen Zwischenfall beschließt der Dieb Samir, genannt Sam, seinem bisherigen Leben den Rücken zu kehren und eine Karriere im Dienst des Königs von Mythia anzustreben. Doch anstatt ruhmreiche Abenteuer als Leibwächter zu erleben, wird der Neuankömmling dazu verdonnert, in der unterirdischen Bücherstadt Paramythia Wache zu halten. Eine vermeintlich öde Aufgabe, erst recht für den Analphabeten Sam. Doch als plötzlich Geschöpfe auftauchen, die man nur aus Märchen und Legenden kennt, wird das Dasein des Protagonisten gefährlicher und vor allem auch rätselhafter als je zuvor. Woher stammen die Wesen, welche Geheimnisse hütet die wunderschöne Beraterin des Königs und was verbirgt sich im verschlossenen Herzen der Bücherstadt?

    (c) Bastei Lübbe
    Umfang: 384 Seiten (Klappbroschur)
    seit 25.08.2017 im Handel
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    Die Nationalbibliothek ist nix dagegen
    Wie schon in den bisherigen Werken des Autors spielt das Aufeinandertreffen von Realität, in diesem Fall eine orientalisch angehauchte Umgebung, und Märchenhaftem eine wichtige Rolle im Buch. Gemeinsam mit Samir und seinen wissbegierigen Mitstreitern wird man in ein faszinierendes Szenario entführt, das durch gelungene Schilderungen zum Leben erwacht und vor dem inneren Auge des Lesers sichtbar wird. In der gigantischen Bücherstadt mit ihren schier endlosen Regalreihen und versteckten Bereichen würde sich so manche Leseratte bestimmt gern mal herumtreiben, auch wenn dieser Ort einige Gefahren birgt.

    Für das sympathische Schlitzohr Sam, dem seine Diebesfähigkeiten letztendlich doch noch wertvolle Dienste leisten, gibt es bald Verstärkung durch diverse menschliche und nichtmenschliche Begleiter. Vor allem einer aus der Riege der Fabelwesen hat mir dabei besonders gut gefallen und auch für ein wenig humorvolle Auflockerung der Story gesorgt.
    Allerdings könnten diese Figuren teils ruhig noch etwas mehr Tiefgang vertragen, während der eigentliche Held z.B. durch die Probleme mit seinem Vater schon gut charakterisiert wird. Vielleicht darf man in der Fortsetzung mehr Details zu anderen Personen erwarten – für manche von ihnen deutet sich das am offenen Ende der Geschichte jedenfalls bereits an.

    Neben atmosphärischen Erkundungen und interessanten Kreaturen kommen immer wieder auch actionreiche Szenen vor, mit Verfolgungsjagden und gelegentlichen Kämpfen. Verglichen mit manch anderem Fantasy-Buch bleibt dieses trotz Todesfällen aber noch relativ harmlos, so dass sich die Lektüre auch für jugendliche Leser eignet.

    Fazit

    Das faszinierende Szenario und die gelungenen Beschreibungen der Schauplätze haben mir auch in diesem Buch von Akram El-Bahay wieder sehr gut gefallen. Der Auftakt der Trilogie hat einen sympathischen Hauptdarsteller, lässt den Leser auf interessante Wesen treffen und macht durch seine Geheimnisse rund um die namensgebende Bücherstadt neugierig. Allerdings fehlt diesem ersten Band in meinen Augen noch der letzte „Wow-Effekt“ innerhalb der Geschichte, um eine Höchstwertung zu rechtfertigen. Manche der Figuren bleiben noch zu blass und die Handlung könnte stellenweise etwas raffinierter sein.

    Wertung


    Pro

    • schönes, geheimnisvolles Setting
    • gelungener Schreibstil, der für eine abenteuerliche Atmosphäre sorgt
    • sympathischer Hauptdarsteller
    • interessante Fabelwesen

    Contra

    • Nebencharaktere teilweise noch zu blass
    • Story könnte manchmal komplexer sein

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Christina Schmitt 3.Sep.2017 745 x gelesen