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    Mary E. Pearsons Trilogie „Die Chroniken der Verbliebenen“ hat die Herzen vieler junger Leserinnen im Sturm erobert. Hierzulande sind die ersten beiden Bände in diesem Jahr erschienen. Kann der Abschluss der Reihe mit der mitreißenden Handlung der ersten beiden Bände mithalten?

    (c) Bastei Lübbe one
    Umfang: 352 Seiten (Hardcover)
    seit 26. Oktober 2017 im Handel
    Leseprobe / Bei Amazon bestellen

    (Achtung, die folgende Rezension enthält Spoiler zu Band 1 und Band 2 der Reihe.)

    Abermals auf der Flucht
    Die Handlung schließt nahtlos an den letzten Band an: Lia und Rafe sind nach einem epischen Kampf nur knapp aus Venda entkommen. Verletzt und geschwächt unternehmen sie ihre beschwerliche und gefährliche  Reise zurück nach Dalbreck. Doch nach und nach spürt Lia das nahende Unheil, das ihr Land überziehen wird. Als Erste Tochter des Hauses Morrighan möchte sie ihre Heimat um jeden Preis beschützen. Wird sie es schaffen, wenn der Preis doch die Trennung zwischen ihr und Rafe bedeutet?

    Lediglich eine Überleitung zum Finale
    Wie auch schon in den Vorgängerbänden ist es Mary E. Pearson besonders gut gelungen, die Charaktere sowie ihre Beziehung zueinander authentisch und sympathisch darzustellen. Lia ist vom ersten Band an eine sehr starke Protagonistin, die ihren eigenen Willen besitzt und diesen auch durchsetzen kann. Doch ihr Charakter stagniert keineswegs – durch den Tod einer ihr wichtigen Person in Band 2 macht Lia eine schwierige Phase mit zermürbenden Schuldgefühlen durch. Ihre Beziehung zu Rafe hilft ihr dabei, das Erlebte zu verarbeiten.

    Eine kleine Enttäuschung besteht darin, dass dieses Buch sich leider fast nur um Rafe und Lia sowie ihre Wegbegleiter dreht. Kaden, der dritte Protagonist der Geschichte kommt hier kaum zu Wort. Bleibt zu hoffen, dass er im letzten Band eine größere Rolle spielen wird. Auch unbefriedigend ist die Tatsache, dass Lias Gabe (trotz des Titels) in diesem Band kaum beleuchtet wird. Zu was sie als Erste Tochter nun fähig ist – diesbezüglich tappt der Leser noch im Dunkeln.

    Die Spannung ist in diesem Band mittelmäßig, aber dennoch vorhanden. Auch wenn der große Höhepunkt, das Finale noch aussteht, kann Lias und Rafes beschwerliche Reise das Interesse des Lesers halten. Anzumerken ist, dass dieses Buch nur die erste Hälfte des englischen Abschlussbands der Trilogie darstellt. Aus diesem Grund sind vorher genannte Kritikpunkte zum Teil nachvollziehbar und vielleicht auch – bezogen auf die Originalversion der Geschichte – obsolet. Die deutsche Fassung hat dem Leser mit dieser Zweiteilung des Abschlussbands ganz sicher keinen Gefallen getan.

    Fazit

    Eine etwas überdurchschnittliche Fortsetzung der Geschichte, der man die Aufteilung eines im Englischen vollständigen Abschlussbands auf negative Weise anmerkt. Mary E. Pearson kann allerdings mit ihren gewohnten Stärken, ihren sympathischen und starken Charakteren überzeugen, sodass der Leser halbwegs zufrieden gestellt wird.

    Wertung


    Pro

    • gewohnt starke Charakter
    • große Tiefe der Charaktere und deren Entwicklung

    Contra

    • Nur die erste Hälfte des Abschlussbandes
    • Kaden und die Gabe haben zu wenig Aufmerksamkeit erhalten
    • Preis/Leistungsverhältnis nicht zufriedenstellend
    • Mittelmäßige Spannung durch fehlenden Höhepunkt

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Alena Magd 23.Nov.2017 583 x gelesen