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    Die Erzählungen von Besonderen gehören zur Welt der besonderen Kinder wie bei uns Grimms Märchen oder bei Harry Potter die Geschichten von Beedle dem Barden. Und wie bei letzterer Reihe wurden sie nun eben in einem schicken Extra-Band veröffentlicht, herausgegeben vom ebenso schlauen wie unsichtbaren Millard Nullings, den man als Mitglied der Abenteurergruppe aus der Hauptserie (siehe Rezension des Abschlussbuchs) kennt.

    (c) Knaur
    Umfang: 208 Seiten (Hardcover)
    seit 03.04.2018 im Handel
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    Schneewittchen war gestern
    Millards Auswahl beschert uns zehn Erzählungen aus aller Welt, etwa aus England, China oder anderen Regionen, deren genaue Lage nicht verraten wird. Man trifft auf eine Prinzessin, deren spezielles Aussehen ihr einige Probleme einbringt, eine junge Frau mit einer Vorliebe für geisterhafte Freunde oder auf Menschen, welche sich in etwas völlig Anderes verwandeln.
    Wie bei Märchen üblich gibt es immer eine Moral beziehungsweise es werden wichtige Botschaften vermittelt. Eine entscheidende Rolle spielt hier natürlich das Anderssein. Die Protagonisten lernen, ihre Besonderheiten zu akzeptieren und sich in einer oft ablehnenden Welt durchzusetzen. Manchmal ermöglichen dann gerade die ungewöhnlichen und vielleicht zuerst unliebsamen Fähigkeiten beziehungsweise Merkmale die Rettung oder den Weg zu einem erfüllten Leben.

    Manche der Geschichten gefallen mir etwas besser als andere, ein Favorit ist z.B. die Story über die erste Ymbryne und die Entstehung der Zeitschleifen, lesenswert sind sie aber alle. Dies ist dem schönen Schreibstil zu verdanken, passend zum Thema Märchen, aber doch erkennbar Ransom Riggs wie aus den anderen Büchern gewohnt.
    Ideenreich, humorvoll, skurril, teils auch makaber hat der Autor Erzählungen geschaffen, die den Leser in fremde, bezogen auf ihre Botschaft aber durchaus vertraute Szenarien entführen und zum Nachdenken bringen. Das Buch lässt sich übrigens auch ohne Kenntnisse der Reihe genießen, richtet sich aber selbstverständlich ganz besonders an deren treue Fans.

    Sehr schick
    Neben den Geschichten selbst sind außer dem Vorwort auch ein paar einleitende Texte und einige Fußnoten des fiktiven Herausgebers enthalten.
    Statt der interessanten, nicht selten etwas unheimlichen Uralt-Fotografien seiner Geschwister besitzt dieses Buch schöne Schwarz-Weiß-Illustrationen (eine ganzseitige am Anfang jedes Märchens plus diverse weitere kleinere Bilder), die zum Entdecken einladen.
    Überhaupt wurde das kleine Büchlein ausgesprochen ansehnlich gestaltet, unter anderem mit edlem Leineneinband, golden geprägten Verzierungen und einem Lesebändchen. Es ist damit ein Schmuckstück für jedes Regal, was auch den – gemessen am überschaubaren Umfang – recht hohen Preis von 18 Euro weitgehend rechtfertigt. Trotzdem hätte die Sammlung ruhig noch etwas mehr Seiten haben dürfen…

    Fazit

    Dieses schon optisch sehr ansprechende kleine Buch bietet eine gelungene Sammlung von Geschichten nicht nur, aber ganz besonders, für die Fans der Trilogie oder der Verfilmung. Die schön illustrierten Legenden zeugen erneut von der Fantasie des Autors, erzählen kurze Abenteuer mit skurrilen Begebenheiten, dezent makabren Details, aber auch mit viel Herz und zeitlosen Botschaften. Der Umfang hätte ruhig etwas größer ausfallen dürfen, man erhält hier aber ein hübsches Schmuckstück für die Büchersammlung.

    Wertung


    Pro

    • abwechslungsreiche Geschichten
    • Ideenreichtum und besonderer Schreibstil
    • sehr hübsche Aufmachung inklusive Illustrationen
    • auch einzeln gut zu lesen, aber mit interessanten Details für Fans

    Contra

    • recht geringer Umfang

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Christina Schmitt 23.Apr.2018 341 x gelesen