• Werbung

  •  
    Anmelden

    Hier erwartet uns nun definitiv das letzte Athanor-Abenteuer – die zweite Hälfte des aufgrund seines Umfangs aufgeteilten Abschlussbandes. Entsprechend macht das Buch genau dort weiter, wo die Geschichte vor fast einem Jahr vorläufig endete (siehe Rezension hier).

    Unfreiwillige Verbündete
    Das Ewige Licht wurde zerstört, damit auch die Hoffnung der Elfen auf Wiedergeburt ausgelöscht und ihrer Heimat noch dazu das angenehme Klima geraubt. Währenddessen werden immer mehr untote Feinde gesichtet, die allesamt in Richtung der bewohnten Länder ziehen. Die Allianz der verschiedenen Elfenvölker droht zu zerbrechen und nur ein Teil der Bevölkerung schließt sich der Reise zu einem legendären, weit entfernten anderen Licht an.
    Viele Spitzohren sind nicht davon begeistert, dass in dieser Ausnahmesituation auch noch Athanors neue Untertanen, die letzten überlebenden Dionier, an der Küste landen und Troll Orkzahn sich in ihren Hallen breitmacht. Doch nur mit vereinten Kräften besteht noch eine kleine Chance, die Welt der Lebenden vor dem Untergang zu bewahren.
    Athanor selbst führt der Weg dagegen in nicht minder gefährliche Gegenden, um die Zombie-Bedrohung quasi an der Wurzel zu packen. Dort muss er sich nicht nur auf die Begegnung mit vielen verblichenen alten Bekannten einstellen…

    dieletzteschlacht

    (c) Piper Verlag
    Umfang: 672 Seiten
    seit 01.07.2016 im Handel
    Leseprobe / Bestellen bei Amazon

    Außer Athanor gibt es wieder mehrere Charaktere, die im Zentrum der Geschichte stehen. So etwa erneut den heimlich in die Regentin verliebten Magier Laurion und neuerdings einen elfischen Greifenreiter namens Leones, der durch die familiäre Verbindung zu einigen entlarvten Verrätern zu Unrecht mit Misstrauen beäugt wird. So hat man unterschiedliche Schauplätze und Protagonisten für verschiedene Perspektiven der letzten Schlacht zur Verfügung und es ist für Abwechslung gesorgt.
    Ein kleiner Kritikpunkt: Der Wechsel kommt manchmal etwas abrupt, nicht wie in vielen anderen Büchern kapitelweise, sondern mittendrin. Zwar merkt man durch den Inhalt schnell, dass wieder ein Sprung stattgefunden hat, es wäre aber vielleicht gar nicht so doof gewesen, das Ganze durch eine Markierung (ein Sternchen hätte es schon getan) mehr zu verdeutlichen.

    Passend zum Titel werden natürlich viele Kämpfe ausgetragen, die der Autor fesselnd und gewohnt stilistisch überzeugend schildert, so dass man die teils spektakulären oder raffinierten Aktionen der Beteiligten von Elfen, über Höllenkreaturen bis zu Drachen plastisch vor dem inneren Auge entstehen sieht.

    Auch sonst gibt es viel Spannung und ein paar unliebsame Überraschungen, bevor die Story zu einem gelungenen Abschluss geführt wird. Es ist schön, dass es in diesem Band noch mal zu einem Wiedersehen mit lieb gewonnenen Figuren, aber auch weniger netten Zeitgenossen kommt.
    Manche Abschnitte der Geschichte hätten aber meiner Meinung nach ruhig etwas kürzer gefasst sein dürfen, denn sie ziehen sich gemessen am Beitrag zur Handlung ein wenig zu sehr in die Länge.

    Fazit

    Die letzte Schlacht bildet einen gelungenen Abschluss von Athanors Abenteuern. Der durch seine Verluste zynisch gewordene Held muss sich noch einmal einer besonders schwierigen Herausforderung stellen und auch in den Perspektiven seiner Verbündeten gibt es viele spannende Szenen zu überstehen, die nur durch ein paar kleine Längen etwas ausgebremst werden.

    Wertung


    Pro

    • gelungenes Ende der Reihe
    • spannende Kämpfe und Wendungen
    • glaubwürdige Charaktere
    • überzeugender Stil und Atmosphäre

    Contra

    • ein paar etwas in die Länge gezogene Passagen

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

    Klicke für mehr zum Thema , ,

    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Christina Schmitt 14.Jul.2016 873 x gelesen