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    Mit dem All-Age-Fantasyroman Die Magie der Namen hat Nicole Gozdek den ersten #erzaehlesuns Wettbewerb des Piper Verlags gewonnen. Nun steht das Werk als hübsches Hardcover in den Regalen.

    magiedernamencover

    (c) Piper Verlag
    Umfang: 368 Seiten
    seit 01.03.2016 im Handel
    Leseprobe / Bei Amazon bestellen

    Hörbuch bei audible

    Der Name ist der Schlüssel zur Seele
    In Mirabortas, dem mittelalterlich angehauchten Schauplatz der Geschichte, erhalten Jugendliche erst mit sechzehn Jahren einen Namen – vorher sind sie lediglich jahrgangsweise durchnummeriert und werden fernab ihrer Familien in speziellen Schulen beherbergt. Am Tag der Zeremonie enthüllen Magier die wahren Namen der Kandidaten, deren Leben sich daraufhin komplett ändert. Jeder Mensch ist nämlich die Wiedergeburt einer verstorbenen Person und „erbt“ schlagartig neben dem weltlichen Besitz auch die besonderen Fähigkeiten, den Beruf und sogar das Aussehen des früheren Namensträgers. Über alles wird akribisch Buch geführt und zu manchen „großen Namen“ gibt es ganze Bücher voller Helden-Geschichten.
    Nicht so beim Ich-Erzähler – niemand scheint zu wissen, was sich hinter seinem neuen Namen Tirasan Passario verbirgt, und auch die üblichen optischen Veränderungen oder wundersam auftauchenden Begabungen bleiben aus. Enttäuscht macht sich Tirasan gemeinsam mit ein paar ehemaligen Klassenkameraden auf die Reise, um doch noch Informationen über sein Schicksal zu erhalten. Schnell stellt sich heraus, dass der Junge nun mächtige Feinde hat…

    Die Thematik mit festgelegten Berufen und ähnlichem kann auf den ersten Blick an diverse Dystopien wie Die Bestimmung erinnern, aber Die Magie der Namen schafft es glücklicherweise, genug eigene Ideen zu präsentieren. Das komplexe Namenssystem und die damit verbundenen gesellschaftlichen Besonderheiten wie die entsprechende Magie oder der Umgang mit Kindern wurden mit Liebe zum Detail ausgestaltet. Damit der Leser da vor lauter exotischen Ausdrücken wie Wabloo, Kurbabu oder Ellutor nicht den Überblick verliert, gibt es am Ende ein passendes kleines Lexikon. Eine vorn und hinten eingedruckte Karte hilft außerdem dabei, sich die Lage der für die Handlung wichtigen Regionen besser vorzustellen. Loben muss ich neben diesen Extras auch das schlichte, doch schicke Cover und das beiliegende Lesezeichen.

    Tirasan und seine Freunde sind sympathische, gut ausgearbeitete Charaktere und die Schilderungen ihres Weges mit den dazugehörigen Gefahren, Kämpfen und Enthüllungen können den geneigten Leser über das ganze Buch hinweg fesseln.
    Beim Ende hat es die Autorin sich (bzw. ihrem Helden) zwar vielleicht etwas zu leicht gemacht und manches kommt dort auch ein bisschen plötzlich, aber mir gefällt der Ausgang der Abenteuer trotzdem noch recht gut – nicht zuletzt, weil hier mal wirklich ein vernünftiger Abschluss geliefert wird und nicht noch lauter lose Handlungsfäden herumhängen.
    Dass eine der interessanten Überraschungen der Endphase dann doch wieder zurückgenommen wird, fand ich aber etwas schade. Mehr möchte ich hier wegen Spoilergefahr nicht verraten – wer das Buch liest, wird wissen, was ich meine.

    Fazit

    Die Magie der Namen erzählt eine spannende Geschichte mit liebenswerten Charakteren und vielen interessanten Ideen. Das Ende macht es dem Helden zwar ein wenig zu leicht, jugendliche wie auch erwachsene Fantasy-Fans werden aber durchgehend gut unterhalten.

    Wertung


    Pro

    • interessante Grundidee
    • darauf basierende, gut ausgearbeitete gesellschaftliche Besonderheiten
    • sympathische Hauptfigur und ebenfalls gelungene Nebencharaktere
    • Namenserklärung, Weltkarte und Lesezeichen

    Contra

    • etwas zu simple Auflösung der Geschichte

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Christina Schmitt 9.Mrz.2016 1.829 x gelesen