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    Mit „Die Rose der Unsterblichkeit 1 – Schwarze Perle“ präsentiert André Wiesler den ersten Band einer Reihe rund um die Entdeckung des geheimnisvollen Kontinents Uthuria.

    Ulisses Verlag 2012 285 Seiten

    Ulisses Verlag 2012
    285 Seiten
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    Ein Reisebeginn unter schlechten Vorzeichen

    Die Mächtigen der Stadt Al’Anfa – einem Pfuhl aus Gewalt, Korruption und überbordender Libido – beschließen, eine Expedition auszurüsten. Der geheimnisvolle Kontinent Uthuria soll erforscht und erobert werden zum Ruhme Al’Anfas. Mehrere Schiffe werden ausgerüstet; unter ihnen befindet sich die Stolz des Raben mit einer Mannschaft, deren Mitglieder unterschiedlicher nicht sein können: ein Koloss von Gladiator, ein verwirrter Wissenschaftler, Magier, Priester, amazonenhafte Soldatinnen, eine „Wilde“ und der dekadente Spross einer der mächtigsten Familien der Stadt. Schnell wird klar, dass es nicht nur die Gefahren der Reise zu bestehen gilt, denn Eifersüchteleien sowie allgegenwärtige Intrigen überschatten die Expedition von Beginn an und nicht jedes Mitglied ist das, was es zu sein vorgibt …

    Eine Fahrt ins Ungewisse

    Die Grundidee von Wieslers Roman ist geradezu klassisch: unterschiedlichste Charaktere müssen sich zusammenraufen um gemeinsam ein gefährliches Unternehmen zu bestehen. Dies lässt natürlich viel Raum für Kreativität, den der Autor leider nur bedingt nutzt.

    Seine Sprache ist sehr lebendig, die Figuren sind zwar stereotyp aber plastisch gezeichnet und die gesamte Erzählweise ist durchzogen von einem – vielleicht nicht gerade feinsinnigen, aber doch unterhaltsamen – Humor. Die episodenhafte Einführung der wesentlichen Protagonisten hilft Lesern mit ausgeprägtem Kurzzeitgedächtnis, die erwähnten Figuren samt Namen in Erinnerung behalten zu können.

    Problematischer verhält es sich mit der Handlung selbst, die nicht ganz aus einem Guss zu sein scheint, sondern eher wie ein Fleckenteppich daherkommt. Hier vermisst man den roten Faden und bleibt als Leser seltsam unberührt von den Ereignissen. Vielleicht liegt es daran, dass die Figuren eher nebeneinander als miteinander zu agieren scheinen und zu viele Fragen hinsichtlich des Hintergrundes oder der Motivation einer Figur unbeantwortet bleiben.

    Weiterhin verbannt der Autor das Ziel der Reise – das Erreichen Uthurias und dessen Erforschung – an den Rand der Handlung und lässt stattdessen der kopulationsfreudigen Mannschaft zu viel Raum, ihren Aktivitäten nachzugehen. Im Gegenzug kommen für die Haupthandlung entscheidende Ereignisse viel zu kurz. Unangenehm erinnert dies alles an „Big Brother“ und man wünscht sich als Leser, der Autor würde sich mehr auf das Errichten eines Spannungsbogens konzentrieren, der in diesem ersten Teil der Romanreihe fast vollkommen fehlt.

    Fazit

    „Die Rose der Unsterblichkeit 1 – Schwarze Perle“ ist ein Roman sozusagen für Zwischendurch. Die bildhafte und flüssige Sprache des Autors macht das Lesen angenehm und die Handlung fesselt zwar nicht, ist aber meistens unterhaltsam. Wahrscheinlich würde man das Ganze kein zweites Mal lesen, aber man möchte gerne wissen, wie es weitergeht bzw. ob die Geschichte nicht vielleicht doch irgendwann an Fahrt gewinnt. So bleibt zu hoffen, dass der Autor im zweiten Band verstärkt sein Augenmerk auf eine vielschichtige Handlung richtet und den Charakteren mehr Spielraum zur Entfaltung ihrer Persönlichkeiten lässt.

    Wertung


    Pro

    • gute Einführung der Protagonisten
    • plastische Darstellung
    • bildhafte und flüssige Erzählweise

    Contra

    • fehlender Spannungsbogen
    • Protagonisten können ihre Persönlichkeit nicht entfalten
    • für die Haupthandlung relevante Details kommen zu kurz

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Anja Rodriguez 27.Aug.2013 1.429 x gelesen