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    Nachdem die deutschen Fans nach dem ersten Teil des Original-Abschlussbandes (siehe Rezension hier) noch eine gewisse Wartezeit überstehen mussten, können wir nun endlich erfahren, wie die epische Dämonensaga rund um Arlen Strohballen, Ahmann Jardir und Konsorten ausgeht.

    (c) Heyne Verlag
    Umfang: 560 Seiten (Klappbroschur)
    seit 10.04.2018 im Handel
    Leseprobe / Bei Amazon bestellen

    Abwärts
    Der alles entscheidende Krieg gegen die dämonischen Heerscharen geht in die letzte Phase. Während sich überall die Städte und Siedlungen mehr oder weniger gut gegen das Großaufgebot der Monster rüsten, ruhen die Hoffnungen der Menschheit auf der kleinen Gruppe, welche sich in die Tiefen des titelgebenden Abgrunds hinabwagt. Arlen, seine schwangere Gefährtin Renna und ihre Begleiter werden vom gefangenen Seelendämon durch das Feindesgebiet geführt, wohl wissend, dass dem „Vater der Lügen“ nicht zu trauen ist…

    Ein großer Teil der Geschichte widmet sich der dramatischen Reise in die Tiefe, wo die tapferen Abenteurer nicht nur auf die erwarteten Dämonen, sondern auch auf weitere Gefahren sowie geheimnisvolle Hinterlassenschaften der Vergangenheit treffen. Die Atmosphäre ist passend zum Schauplatz und der Thematik ziemlich düster, den Leser erwarten spannende Wendungen, actionreiche Auseinandersetzungen und traurige Abschiede.
    Das gilt auch für den Rest der Kapitel, denn die immer wieder eingestreuten Einblicke in die Situation von wichtigen Charakteren wie Leesha oder Ragen sind ebenfalls von heftigen Kämpfen und schwindender Hoffnung bestimmt.

    Alles geklärt?
    Die verschiedenen Perspektiven auf das Kriegsgeschehen, ob im Abgrund oder etwa in Leeshas Grafschaft, vermitteln ein gelungenes Bild der düsteren Situation und laden zum Mitfiebern ein. Die Haupthandlung an sich rund um die zentralen Figuren kommt zu einem befriedigenden Ende, mit dem man gut leben kann.
    Manche Handlungsfäden zu Nebencharakteren wirken aber nicht richtig abgeschlossen, z.B. wird das vorher angedeutete wichtige Schicksal der kleinen Olive nun fast komplett unter den Tisch fallen gelassen – das Kind spielt nur am Rande eine Rolle. Man hat ein wenig den Eindruck, dass in den dicken Wälzern der Reihe einfach zu viele Personen und deren Geschichten eingeführt wurden (teils schon fast ausufernd), die nun nicht komplett berücksichtigt werden konnten.
    Dezent inkonsequent wirkt das Geschehen außerdem im Hinblick auf die Gefechte beziehungsweise die Möglichkeiten, bestimmte Arten von Dämonen zu besiegen. Die gleichen Viecher erscheinen mal schon einzeln übermächtig, nur um an anderer Stelle selbst in Gruppen vernichtet werden zu können.

    Fazit

    Die Stimmen des Abgrunds erzählt zwar keinen perfekten, aber einen gelungenen Abschluss der großen Fantasy-Reihe. Durch die düstere Atmosphäre, actionreiche Gefechte und einige Wendungen ist für Spannung gesorgt und man hat noch einmal die Gelegenheit, die Schicksale zentraler Charaktere an den verschiedenen Orten zu verfolgen. Ein paar Handlungsfäden beziehungsweise Nebenfiguren werden allerdings ein wenig stiefmütterlich behandelt.

    Wertung


    Pro

    • gelungene, düstere Atmosphäre
    • Spannung durch Kämpfe und Wendungen
    • überzeugender Schreibstil
    • rundes Ende für die Hauptfiguren

    Contra

    • manche Nebencharaktere und Handlungsstränge werden vernachlässigt
    • kleine Inkonsequenzen/Logikschwächen

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Christina Schmitt 30.Apr.2018 353 x gelesen