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    Nach Silo und Level bringt Hugh Howey mit Exit die Geschichte seines Dystopie-Überraschungserfolgs zum Abschluss. Noch einmal dürfen wir in die beklemmende unterirdische Zivilisation der Silos eintauchen. Solltet ihr die beiden Vorgängerbände noch nicht kennen, lest den nächsten Abschnitt lieber nicht – es drohen massive Spoiler.

    Clipboard01

    (c) Piper Verlag
    Umfang: 464 Seiten
    ab 30.03.2015 im Handel
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    Visionäre haben es nicht leicht

    Exit knüpft nahtlos an die Handlung des zweites Bands an. Heldin Juliette, inzwischen Mayor von Silo 18, sieht sich von Beginn an mit großen Schwierigkeiten konfrontiert. Zweifel und Misstrauen schlagen Juliette entgegen, ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung schenkt ihren Berichten über das Vorhandensein weiterer Silos keinen Glauben oder lehnt aus anderen Gründen (z.B. aufgrund religiöser Vorstellungen) die aktuellen Projekte der Bürgermeisterin ab. Doch unbeirrt arbeitet diese weiter daran, eine unterirdische Verbindung zu Silo 17 herzustellen, dadurch ihre Freunde rund um „Solo“ zu erreichen und dem eigenen Volk einen ganz neuen Lebensraum zu erschließen.
    In Silo 1 droht währenddessen Donalds unfreiwilliger Identitätsdiebstahl aufzufliegen und er gerät, schon bedingt durch seine gesundheitliche Situation, zunehmend unter Zeitdruck. Innerhalb der Geschichte wird nun auch Donalds Schwester Charlotte eine größere Rolle zuteil.
    Mit vereinten Kräften erhalten die Charaktere weitere Erkenntnisse zur Funktionsweise der Silos und den Einzelheiten der Bedrohung an der Oberfläche. Wird es ihnen gelingen, den vor Jahrhunderten in die Wege geleiteten düsteren Plänen der Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung zu machen?

    Gemächlicher Einstieg, trotzdem spannendes Finale

    Exit hat einen eher zähen Beginn – nach den dramatischen Entwicklungen im Vorgängerband kommt die Geschichte an allen drei Schauplätzen eher langsam in Gang, nimmt dann aber deutlich Fahrt auf. Vor allem durch den zunehmenden Kontakt zwischen den einzelnen Figuren und Orten ergeben sich bald allerlei interessante Wendungen und die Lage spitzt sich stellenweise rasant zu.
    Der Leser fiebert erneut gespannt mit und die typische klaustrophobische Atmosphäre der Silo-Reihe hat auch im dritten Band nichts von ihrer Faszination verloren.
    Die Charaktere überzeugen durch menschliche Schwächen und nachvollziehbare Entscheidungen, mit der neugierigen kleinen Elise, die vorher nur eher am Rande auftauchte, gibt es nun eine neue Sympathieträgerin. Trotzdem hätte ich mir in manchen Szenen etwas mehr Emotionalität gewünscht, denn selbst Todesfälle werden meiner meiner Meinung nach zu nüchtern abgehandelt (was man teilweise vielleicht aber auch durch den Schock und die allgemeine brenzlige Lage erklären kann).
    Die Geschichte kommt zu einem sinnvollen und befriedigenden Ende, auch wenn ein paar Fragen nach wie vor ungeklärt bleiben und der Fantasie des Lesers überlassen werden.

    Fazit

    Exit liefert einen gelungen Abschluss der spannenden Silo-Trilogie. Zwar gibt es ein paar Kritikpunkte wie den eher geruhsamen Einstieg, insgesamt dürfen sich Fans der klaustrophobischen Dystopie aber erneut über eine fesselnde Geschichte und die faszinierend-beklemmende Atmosphäre freuen.

    Wertung


    Pro

    • gelungene bedrohliche Atmosphäre
    • überzeugendes Ende
    • glaubwürdige Charaktere

    Contra

    • etwas zu lahmer Einstieg
    • manchmal mangelnde Emotionalität

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Science-Fiction
    von Christina Schmitt 5.Apr.2015 1.649 x gelesen