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    Mit Firefight legt Brandon Sanderson den zweiten Teil seiner Trilogie um böse Superhelden vor, die die Erde terrorisieren. Zwischen diesem Teil und Steelheart spielt übrigens noch die Kurzgeschichte „Mitosis“, die es nur als eBook gibt. Hinweis: Naturgemäß enthält der folgende Text einige Spoiler zum ersten Teil Steelheart (Rezension lesen).

    firefight

    (c) Heyne fliegt
    Umfang: 459 Seiten
    seit 26.10.2015 im Handel
    Leseprobe / Bei Amazon bestellen

    Auf nach New York
    David ist mittlerweile ein vollwertiges Mitglied der Rächer, die nach dem Sieg über Steelheart in Newcago für Ruhe gesorgt haben. Doch viele andere Städte leiden noch unter der Terrorherrschaft der Epics und so bricht David mit dem Team nach Babylon Restored (ehemals New York) auf. Hier herrscht die High Epic Regalia, die Macht über das Wasser hat und die Stadt weitgehend überflutet hat. Die Menschen leben auf den Dächern. Dazu treibt der mächtige Obliteration sein Unwesen, der schon Houston vernichtet hat – und auch Megan alias Firefight soll sich hier aufhalten.
    Während David hofft, seine Freundin noch irgendwie zum Guten bekehren zu können, plant der Anführer der Rächer Megan zu töten. David muss sich entscheiden, auf wessen Seite er steht.

    Sanderson hält sich zu Beginn nicht lange mit Vorreden auf, sondern zeigt mit der Jagd auf einen Epic gleich von der ersten Seite, wo es lang geht: Action und Spannung stehen in diesem Jugend-Thriller klar im Vordergrund und natürlich darf auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Diese verläuft aber glücklicherweise nicht in den üblichen, schmalzigen Bahnen. Da David sich in Sachen Mädchen oft reichlich ungeschickt anstellt ist hier und da für ein Schmunzeln gesorgt.

    Umso geschickter verhält er sich sonst – und das bleibt auch der Kritikpunkt an dieser Serie. David ist mir zu cool, zu clever und vor allem zu abgebrüht für einen 19jährigen. Selbst in den brenzligsten Situationen hat er den rettenden Einfall und die Kaltblütigkeit, mit der er Epics erschießt, finde ich auch nicht angemessen. Immerhin, hier und da gesteht der Autor David ein wenig Gewissensbisse zu, aber in erster Linie ist er eben ein cooler Held, der zwar auch mal Fehler macht, aber letzten Endes meist doch schlauer ist als alle anderen. Wirklich glaubwürdig fand ich ihn daher nicht.

    Wer darüber hinwegsieht, wird aber auch diesmal rasant unterhalten, zumal Sanderson erneut eine Reihe spannender Einfälle hat und einen durchaus komplexen Plot webt, der die eine oder andere Wendung parat hält. Wir lernen auch mehr über Calamity, den Auslöser des ganzen, und es gibt auch die eine oder andere Andeutung, wie alles zu ende gehen könnte. Der Abschluss des zweiten Teils ist naturgemäß recht offen, aber die Bühne ist für ein packendes Finale bereitet. „Calamity“ soll Ende 2016 erscheinen.

    Fazit

    Für erwachsene Leser ist die Hauptfigur vielleicht einen Tick zu unglaubwürdig, aber wem es vor allem um Action und Spannung geht, wird hier gut unterhalten. Dazu gibt es jede Menge neuer Ideen und eine packende Handlung mit einigen interessanten Wendungen und einer Spur Humor als Würze. Vor allem jüngeren Lesern daher sehr zu empfehlen.

    Wertung


    Pro

    • nach wie vor spannendes Szenario
    • einige Wendungen

    Contra

    • Hauptfigur unglaubwürdig
    • nach wie vor sind dramatische Aspekte eher Nebensache

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Jörg Benne 12.Dez.2015 1.224 x gelesen