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    Mit dem vor kurzem erschienenen vierten Band endet die gefährliche Reise des Seelenfängers Ludwig van Normayenn – werden die Abenteuer des Helden und seiner Begleiter zu einem würdigen Abschluss gebracht?

    (c) Piper
    Umfang: 528 Seiten (Klappbroschur)
    seit 01.09.2017 im Handel
    Leseprobe / Bei Amazon bestellen

    Das Ende der Welt?
    Auf der Jagd nach dem teuflischen Schmied muss Ludwig erneut durch weite Teile seines europäisch angehauchten Heimatkontinents ziehen und wichtigen Hinweisen nachgehen. Wie gehabt werden in den umfangreichen Kapiteln (diesmal sechs plus ein Epilog) wieder einzelne Episoden an den verschiedenen Orten erzählt, die aber alle auf raffinierte Weise mit der eigentlichen Handlung verbunden sind und diese vorantreiben.
    Ludwig, seine geliebte Hexe Gertrude, die ruhelose Seele Apostel und der gruselige Animatus Scheuch sind zusammen mit ein paar verstreuten Unterstützern die letzte Hoffnung der Welt, die wegen der drohenden Öffnung eines Höllentors kurz vor dem Untergang steht.

    Die Welt des Buchs steuert also auf die Apokalypse zu, wodurch das spätmittelalterliche Szenario noch düsterer wird als es sowieso schon immer war. Seuchen überziehen die Länder, marodierende Söldner machen Dörfer dem Erdboden gleich, gefährliche Sekten gewinnen an Macht und die Anderswesen sehen ihre Chance gekommen, die lästigen Menschen endlich wieder loszuwerden. Dementsprechend sind Mord und Totschlag an der Tagesordnung, noch dazu bekommt es der Protagonist mit Verschwörungen, Machtkämpfen zwischen den einzelnen Fraktionen und hinterhältigen Anschlägen zu tun.

    Die Wahrheit hinter dem Strohkopf
    Trotz allem bewahrt sich Ludwig seinen Sinn für (schwarzen) Humor, was sich nicht zuletzt in den Gesprächen mit seinen ungewöhnlichen, sympathischen Gefährten zeigt, welchen hier noch einmal eine tragende Rolle zukommt. So wird etwa endlich enthüllt, was genau es mit Scheuch auf sich hat…
    Eine weitere Stärke der Geschichte sind die abwechslungsreichen Schauplätze wie die schon oft erwähnte, aber noch nie besuchte Zentrale der Seelenfänger in Albaland oder gar ein Ausflug in eine höllische Parallelwelt. Überall gibt es eine gelungene Mischung aus geheimnisvollen Vorkommnissen, actionreichen Szenen und ruhigeren, nachdenklichen oder gar leicht melancholischen Momenten.

    Dem Autor gelingt es, durch detaillierte, aber meist nicht zu umfangreiche Schilderungen sowie lesenswerte Dialoge eine dichte Atmosphäre und viel Spannung aufzubauen. Nur an wenigen Stellen hätte die Geschichte vielleicht ein wenig gekürzt werden können.
    Das Ende beantwortet dann alle wichtigen Fragen und macht den Abschied von der liebgewonnenen Figurenschar so ein wenig leichter.

    Fazit

    Glühendes Tor ist ein gelungener Abschlussband für die Seelenfänger-Reihe, der die raffiniert aufgebaute Geschichte zu einem befriedigenden Abschluss führt und dem Leser die Möglichkeit gibt, sich würdig von den sympathischen Charakteren zu verabschieden. Die einzelnen Episoden sind erneut geschickt mit der Haupthandlung verbunden und führen uns an abwechslungsreiche Schauplätze mit dichter, düsterer Atmosphäre in einer Welt am Rande der Apokalypse.

    Wertung


    Pro

    • gelungene Mischung aus Spannung, Action und düsterem Humor
    • dichte Atmosphäre an abwechslungsreichen Schauplätzen
    • sympathische Charaktere
    • Ende bringt alle wichtigen Handlungsfäden zum Abschluss

    Contra

    • ein paar Stellen hätte man minimal kürzen können

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Christina Schmitt 10.Sep.2017 1.044 x gelesen