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    Pierce Browns Debütroman Red Rising hat mir im Herbst 2014 sehr gut gefallen (siehe Rezension hier). Auf die Fortsetzung der fesselnden Science-Fiction-Geschichte mit historischem Touch war ich deshalb bereits gespannt – und, so viel sei schon verraten: Ich wurde nicht enttäuscht.

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    (c) Heyne Verlag
    Umfang: 576 Seiten
    seit 13.06.2016 im Handel
    Leseprobe / Bestellen bei Amazon

    Im Haus der Feinde – ein sehr treffender Titel
    Hauptdarsteller Darrow, der rebellische, durch Modifikationen zum Goldenen gewordene Rote, steht inzwischen in den Diensten des Erzgouverneurs Augustus – des Mannes, welcher für den Tod von Darrows Frau verantwortlich war – und ist damit seinem Ziel ein Stück näher gekommen, die verkommene Weltengesellschaft von innen heraus zum Einsturz zu bringen.
    Zwei Jahre sind seit dem dramatischen Finale des erstes Bandes vergangen. Statt ausführlicher zu schildern, was Darrow während seiner hart erkämpften Ausbildung am Institut erlebte, wird diese Zeit interessanterweise nur immer wieder am Rande erwähnt und Im Haus der Feinde beginnt direkt mit einer Art finalen Prüfung – einer ausgedehnten Raumschiffschlacht.

    Generell wird, anders als bei den mit vergleichsweise primitiven Mitteln geführten Kämpfen des erstes Bands, nun im größeren Stil gemetzelt, nicht zuletzt durch Familienfehden, deren Auswirkungen sich über ganze Sonnensysteme erstrecken. In Kombination mit der anhaltenden terroristischen Bedrohung durch die Söhne des Ares, Machtkämpfen zwischen Haus Augustus und dem skrupellosen Oberhaupt Octavia de Lune sowie den undurchschaubaren Intrigen diverser Nebencharaktere entsteht eine ausgesprochen explosive Mischung (teils im wahrsten Sinne des Wortes).
    Trotz des hohen Action-Anteils kommen aber auch die Charakterentwicklung (mit einem nach wie vor menschlich wirkenden Helden und selbst in den Nebenrollen sehr authentischen Figuren) und der Ausbau des interessanten Szenarios nicht zu kurz und man lernt die dystopische Gesellschaft mit Themen wie ihrem Kastensystem, der römisch angehauchten Kultur und den speziellen Moralvorstellungen nun genauer kennen.

    Obwohl schon der Vorgängerband nicht mit Brutalität, gemeinen Überraschungen und herzzerreißenden Szenen geizte, geht die Fortsetzung noch einen Schritt weiter. Darrow wird immer wieder verraten, beginnt an seiner Mission zu zweifeln und muss auch selbst denjenigen weh tun, die er liebt. Nie kann er sich sicher fühlen und der Autor lässt auch den Leser nicht zur Ruhe kommen – bei all den verschachtelten Plänen, ereignis- und temporeichen Gefechten und krassen Schockmomenten fällt es sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Umso fieser ist dadurch das Ende mit einem Cliffhanger, wie er cliffhangeriger kaum sein könnte. Ich muss den dritten Band haben, jetzt sofort!

    Fazit

    Red Rising: Im Haus der Feinde hat mich absolut gefesselt. Die erzählerische Wucht, die komplexe Welt, die glaubhaften Charaktere und die zahllosen fiesen Wendungen machen es fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Auf den Abschluss dieses Abenteuers und auch die dazugehörige Verfilmung bin ich mehr als gespannt!

    Wertung


    Pro

    • temporeiche Story voller Wendungen
    • glaubwürdige Charaktere
    • das interessante Szenario wird weiter ausgebaut
    • sehr guter Schreibstil

    Contra

    • Wartezeit bis zum Abschluss

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Science-Fiction
    von Christina Schmitt 28.Jun.2016 1.566 x gelesen