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    Richard Philipps ist studierter Physiker und entwickelt Simulationssoftware fürs amerikanische Militär. Davon abgesehen schreibt der gute Mann aber auch Science-Fiction-Romane – acht Jahre nach dem Erscheinen der Originalausgabe hat es sein Werk Rho Agenda nun dank Piper nach Deutschland geschafft.

    Ein UFO kommt selten allein

    rhoagenda1

    (c) Piper Verlag
    Umfang: 432 Seiten
    seit 10.06.2014 im Handel
    Leseprobe / Bestellen bei Amazon

    1948 stürzte in New Mexiko ein UFO ab, dessen Existenz jedoch im Trubel um den berühmten Roswell-Zwischenfall von der Regierung vertuscht werden konnte. Erst jetzt werden die Jahrzehnte lang unter Verschluss gehaltenen fremden Technologien nach und nach der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Aber sind die neuen Erkenntnisse auch wirklich ein Segen für die Menschheit?
    Ungefähr zur gleichen Zeit stoßen drei Jugendliche in unwegsamem Gelände auf ein weiteres (allerdings völlig anders aussehendes) Raumschiff, das damals eine Bruchlandung hingelegt hat. Die Schüler behalten ihren Fund für sich und entwickeln durch den Kontakt mit den außerirdischen Gerätschaften überragende Fähigkeiten. Allerdings sind sie da nicht die einzigen…

    Schule und Zerstückelungen – keine optimale Kombination

    Die Geschichte von Rho Agenda – Das zweite Schiff befasst sich in erster Linie mit den Erlebnissen der jugendlichen Freunde Heather, Jennifer und Mark, in manchen Kapiteln werden aber auch die Gedanken und Taten ihrer späteren Gegenspieler oder Helfer geschildert. Die sympathischen Kids bekommen es nämlich unter anderem mit skrupellosen Wissenschaftlern, Top-Agenten und anderen Psychopathen zu tun, gegen die sie all ihre auf übermenschliches Maß gesteigerten körperlichen und geistigen Kräfte gut gebrauchen können.
    Trotz dieser Fähigkeiten und der schon vorher vorhandenen Hochbegabung der Protagonisten bleiben sie aber in vielerlei Hinsicht typische Teenager mit den üblichen Highschool-Problemen wie Mobbing, Angeberei oder erster Liebe, was wohl eher eine jüngere Leserschaft ansprechen (und viele erwachsene Leser langweilen) dürfte. Immer wieder werden dann jedoch komplexe technische Themen, bei denen wohl nur in dieser Richtung Versierte komplett durchblicken, oder auch brutale Morde eingestreut, was dann natürlich weniger für Jugendliche geeignet ist. Der Roman scheint sich irgendwie nicht recht entscheiden zu können zwischen Jugendbuch, Science-Fiction-/Physik-Geschichte und Thriller, so dass insgesamt eine etwas unausgegorene Mischung entstanden ist, die keiner Zielgruppe ganz gerecht wird.
    Abseits der Kampfszenen und Begegnungen mit den erwähnten Widersachern mangelt es der Story außerdem manchmal etwas an Action – bleibt zu hoffen, dass die Trilogie in zweiten und dritten Band einen Zahn zulegt. Nichtsdestotrotz machen der Ansatz mit den abgestürzten fliegenden Untertassen, die besonderen Kräfte der Hauptfiguren und das offene Ende durchaus neugierig.

    Fazit

    So actiongeladen und überragend wie es die offiziellen Beschreibungen behaupten, ist der erste Rho Agenda-Band leider nicht geworden – etwas weniger Highschool-Geschichten und etwas mehr Nervenkitzel hätten dem Buch gut getan. Dank seiner Grundidee und der interessanten Fähigkeiten der Charaktere ist es für UFO-Fans aber einen Blick wert.

    Wertung


    Pro

    • spannende Alien-Technologien
    • recht sympathische Hauptfiguren
    • schön gefährliche Widersacher

    Contra

    • zu viel Highschool-Alltag
    • über weite Strecken wenig Action

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Science-Fiction
    von Christina Schmitt 30.Jun.2014 1.851 x gelesen