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    Der erfolgreiche Blogger Christian Handel ist kein unbekannter Name im Bereich der Romantasy-Literatur. Mit seinem Beitrag in der Märchen-Anthologie “Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln” hat er bereits viele junge Leserinnen für sich gewonnen. Nun schlägt er mit seiner neuesten Märchenadaption „Rosen und Knochen“, der ersten Novelle der Hexenwald-Reihe, erneut zu.

    (c) Drachenmond Verlag Umfang: 200 Seiten (Taschenbuch) seit 12.09.2017 im Handel Leseprobe / Bei Amazon bestellen

    (c) Drachenmond Verlag
    Umfang: 200 Seiten
    seit 12.09.2017 im Handel
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    Schneeweißchen und Rosenrot leben gefährlich
    Muireann und Rosalie, unter den Decknamen Schneeweißchen und Rosenrot Dämonenjägerinnen von Beruf, erhalten einen gefährlichen Auftrag: In einem Wald wurde eine Hexe umgebracht und seitdem treibt ihr Geist immer noch sein Unwesen und lässt den Menschen keine Ruhe. Schneeweißchen und Rosenrot sollen diesem Mysterium auf die Spur kommen und dem Ganzen ein Ende bereiten. Dabei geraten sie in höchst brenzlige Situationen und lüften gruselige Geheimnisse.

    Ein modern erzähltes Märchen-Crossover
    Hinter Rosen und Knochen verbirgt sich ein Märchen-Crossover. Wer mit Grimms Märchen vertraut ist, wird sehr schnell die beteiligten Märchen als Schneeweißchen und Rosenrot sowie Hänsel und Gretel identifizieren können. Die Handlung wird in zwei parallelen Strängen – einmal in der Gegenwart und einmal aus der Vergangenheit – erzählt, jeweils aus der Ich-Perspektive von Muireann und Margaret, der Gretel-Figur der Geschichte.

    Muireann und Rosalie sind zwei modern wirkende, aufgeschlossene, junge Frauen, die Meister ihres Fachs sind, nämlich Dämonen zur Strecke zu bringen. Aber hinter der toughen Fassade gibt es für den Leser noch mehr zu entdecken. Im Verlaufe der Geschichte lernt der Leser weitere Seiten der Protagonisten kennen.

    Spätestens mit der Begegnung der beiden Dämonenjägerinnen mit einem übergroßen Gesicht am Himmel im Wald der Hexe, welches mit dem Dunklen Mal aus Harry Potter vergleichbar ist, bekommt der Leser einen Vorgeschmack auf den Gruseleffekt der Geschichte. Durch Hänsel und Gretels Geschichte wird die Handlung noch um einiges grausamer und schonungslos brutal erzählt. Beispielsweise bei der blutigen Fleischpastete, die aller Wahrscheinlichkeit nach aus Menschenfleisch besteht, lief es mir kalt den Rücken herunter. Das Ende der Novelle ist offen und bietet Potential für Folgebände.

    Das Cover ist – typisch für Bücher des Drachenmond Verlages – eine Augenweide. In dunklen Tönen gehalten und mit Rot durchzogen, spiegelt es die Stimmung des Buches perfekt wider: die düstere Atmosphäre, die dunklen Geheimnisse und die blutige Grausamkeit, die sich in der Geschichte abspielt.

    Fazit

    Die gruselige und grausame Handlung von „Rosen und Knochen“ ist in eine düstere Atmosphäre gebettet und nichts für schwache Nerven. Die Erzählung ist modern und spannend geschrieben, die Protagonisten weisen eine gewisse Charaktertiefe auf. Mit diesem Märchen-Crossover zwischen Schneeweißchen und Rosenrot sowie Hänsel und Gretel ist dem Autor Christian Handel eine gute Lektüre für erwachsene Märchenfans gelungen.

    Wertung


    Pro

    • Düstere und schaurige Märchenadaption für Erwachsene
    • Spannende und ernste Handlung
    • Tiefe der Charakterentwicklung

    Contra

    • Preis für den geringen Umfang etwas zu hoch

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy, Horror
    von Alena Magd 28.Sep.2017 771 x gelesen