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    Als vor einiger Zeit mit „Seventh Son“ eine Verfilmung von Joseph Delaney’s Spook-Reihe angekündigt wurde, fiel mir auf, dass ich den ersten Band ja auch noch ungelesen im Regal stehen hatte. Grund genug ihn nun mal zu lesen.

    spook1_cover

    cbj Verlag 2006
    272 Seiten
    Leseprobe/Kaufen bei Amazon

    Von Hexen und Boggarts
    Tom ist der siebte Sohn seines Vaters, der seinerseits ein siebter Sohn war. Damit soll er nicht nur besondere Fähigkeiten haben, als Letztem der Erbfolge bleibt ihm auch nichts anderes übrig, als außerhalb des heimischen Hofes nach Arbeit zu suchen. So verlässt er schweren Herzens seine Eltern, als der Spook, der örtliche Geisterjäger, auf der Suche nach einem Lehrling am Hof vorbeikommt.
    Schon die ersten Lehrmonate bergen ein großes Abenteuer für den angehenden Spook.

    Der aus der Ich-Perspektive erzählte erste Roman der im Original sieben Bände umfassenden Reihe (cbj hat mangels Nachfrage nach vier Bänden aufgehört) berichtet uns von den allerersten Wochen von Tom als Spook. Da sich der Junge schon in dieser Zeit oft reichlich naiv – um nicht zu sagen dumm – verhält, handelt er sich schon eine Menge Ärger ein, vor allem mit Hexen. Den Leser erwartet eine Mischung aus klassischem Grusel (auf Jugendniveau getrimmt) und Fantasy-Abenteuerroman, angesiedelt im späten Mittelalter, als Hexenverfolgung und Aberglaube noch überall verbreitet waren, bereichert allerdings um Magie und echte Geister.

    Der flüssige Schreibstil und die interessanten Figuren sorgen für ein angenehmes, kurzweiliges Lesen, und weniger hartgesottenen Erwachsenen dürfte dabei auch der eine oder andere Schauder über den Rücken laufen. Horror-Fans kann das Buch allerdings kaum Grusel bescheren.
    In Sachen Spannung hat mich erst der letzte Teil des Buches überzeugt, zu oft gerät davor nur Tom selbst in Gefahr – und wann stößt in einem Roman aus der Ich-Perspektive dem Erzähler schon mal was Ernstes zu?

    Fazit

    Spook bietet gruselige Abenteuerkost für Jugendliche ab 14, die von Horrorfilmen abgebrühte Erwachsene jedoch kaum erschüttern dürfte. Der flüssige Schreibstil und die interessanten Figuren sorgen dennoch für kurzweilige Lesestunden, auch wenn es mir persönlich an Humor mangelte. Alles in allem bekommt man einen gelungenen Appetithappen für die Reihe spendiert, in Band 2 muss nun aber mehr kommen.

    Wertung


    Pro

    • interessante Figuren
    • für Jugendliche ausreichend gruselig
    • flüssiger Schreibstil
    • gute Atmosphäre

    Contra

    • Spannungsbogen hängt etwas durch
    • für jüngere Leser zum Teil etwas makaber

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Jörg Benne 26.Aug.2013 1.324 x gelesen