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    Nach drei Vorgängerbänden, die erstklassige Fantasy lieferten, kommt diese Reihe mit einem weiteren dicken Wälzer zum Abschluss. Verspielt Ungnade die zahlreichen gewonnenen Sympathiepunkte (siehe z.B. die Rezension des Startbandes), oder bekommen wir ein würdiges Finale geboten?

    (c) Blanvalet
    Umfang: 832 Seiten (Klappbroschur)
    seit 19.03.2018 im Handel
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    Der Anfang vom Ende?
    Die gute Seite musste zuletzt herbe Rückschläge hinnehmen – die Festung Drassil ist gefallen, nur einem Teil der Verbündeten ist die Flucht gelungen, die anderen Überlebenden dienen als Geiseln ihrer Feinde. Mit grausamen Hinrichtungen wollen der dämonische Calidus und seine Schergen Corban zur Kapitulation zwingen. Der weiß allerdings nichts davon, ist er doch gerade selbst in die Gefangenschaft eines Giganten-Clans geraten, das verstummende Heulen seiner treuen Gefährtin Sturm im Ohr.

    Auch das Ende des Krieges wird wieder an mehreren Fronten ausgetragen und lässt uns die Geschichte aus der wechselnden Sicht einer ganzen Reihe zentraler Charaktere erleben. Neben Corban und seiner Schwester Cywen, die in Drassil ausharrt, sind erneut Ex-Bandit Camlin samt seiner pfiffigen Göre Meg im Gefolge von Königin Edana oder Krieger Maquin darunter, genau wie ein paar Widersacher, etwa der fiese Lykos. Veradis hat inzwischen erkannt, wie fehlgeleitet sein Freund und Blutsbruder Nathair tatsächlich ist, und kämpft nun auf der richtigen Seite.
    Die Jagd nach den Sieben Kostbarkeiten geht in die letzte Runde, das Schicksal der Verfemten Lande wird sich bald entscheiden.

    So lob ich mir das
    Die Stärken der Reihe werden nahtlos fortgeführt, der Verlauf der Handlung bleibt abwechslungsreich und spannend. Die Wege der Hauptfiguren kreuzen und vereinen sich auf teils dramatische Weise, Kämpfe zwischen Menschen, Giganten und anderen Kreaturen sorgen für Zittern um die liebgewonnenen Protagonisten (inklusive tierischem Anhang) und auch wieder traurige Verluste. Da kullern durchaus einige Tränchen…

    Die Story um Familie (leiblich oder angenommen), Freundschaft und Zusammenhalt in einer mit dichter Atmosphäre erschaffenen Welt wird bewegend erzählt und kommt zu einem sehr runden, überzeugenden Ende, das keine wichtigen Fragen offen lässt.
    Ergänzende Abenteuer, etwa in Kurzgeschichtenform, sind durchaus denkbar, aber für einen befriedigenden Abschluss nicht zwingend nötig.

    Fazit

    Corban und Co. - ich werde euch vermissen! Ein gelungenes Ende macht den Abschied von den liebgewonnenen Figuren allerdings leichter. Es war ein großes Abenteuer und eine Reihe, die ich allen Fantasy-Anhängern ruhigen Gewissens ans Herz legen kann.

    Wertung


    Pro

    • glaubwürdige, teils sehr sympathische Charaktere
    • gelungener Aufbau mit Abwechslung und Spannung
    • überzeugende Welt
    • würdiges Ende der komplexen Story

    Contra

    • jetzt leider vorbei

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Christina Schmitt 1.Apr.2018 306 x gelesen