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    DC Comics hat vor einiger Zeit „Das neue DC Universum“ ausgerufen und im Rahmen dessen einige Superhelden neu erfunden, ihnen gar neue Herkunftsgeschichten verpasst. Bei Batman unterließ man dies, aber auch er startete mit der „Detective Comics“-Serie, in der er ja einst seine Premiere feierte, nochmal neu durch – unter anderem bekam er einige neue Gegner serviert.
    Mit „Gesicher des Todes“ hat Panini nun die Hefte 1-7 der Detective Comics Reihe in einem Band vereint.

    Es wird blutig

    batman_dc1_cover

    Panini Verlag, April 2013, 180 Seiten
    Leseprobe bei MyComics 

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    In den ersten Kapiteln bietet der Band eine sehr erwachsene Story um einen irren Killer, der seinen Opfern die Gesichter zerschneidet und Organe entnimmt. Auch wenn es eigentlich nicht zu Joker passt, verdächtigt Batman zunächst seine Nemesis, bekommt es im weiteren Verlauf aber mit einem anderen Gegenspieler zu tun und muss alles riskieren, um sich und Commissioner Gordon zu retten.
    Danach gibt es einen Bruch in der Geschichte. Zwar wird noch einmal vage auf den Plot aus den ersten Kapiteln verwiesen, doch Batman hat es nun mit dem Pinguin zu tun, der ein Casino eröffnet und finstere Pläne schmiedet. Als Bruce Waynes Freundin in die Sache verwickelt wird, wird es persönlich.
    Als Zwischenspiel von einem anderen Zeichner erleben wir noch eine kurze Episode um den Sohn von Hugo Strange, der mit Catwoman zusammenarbeitet.

    Mitreißend und optisch beeindruckend

    Gerade die erste Hälfte um den kranken Puppenmacher ist wirklich mitreißend und hat Thriller-Niveau. Diverse Andeutungen und vor allem die rätselhafte Verwicklung des Jokers lassen den Leser mitfiebern. Dazu liefert Tony S. Daniel auch optisch Leckerbissen, sodass man die Seiten wirklich genießen kann.
    Das Zwischenspiel von Szymon Kudranski sticht optisch schön aus den anderen Seiten heraus, hat einen ganz eigenen Stil und bietet so einen gelungenen Gegenpart.

    … aber viele lose Fäden

    Das letztendlich keine der Geschichten so richtig zu Ende geführt wird, stößt dann aber doch etwas sauer auf. Man ist lose Anknüpfungspunkte zwischen Bänden zwar gewöhnt, wird hier aber – gerade was Jokers nebulöse Pläne angeht – doch ziemlich in der Luft hängen gelassen. Und letztlich ist auch die Pinguin-Geschichte nicht wirklich zu Ende erzählt.
    Wer sich so einen dicken Band kauft, hofft dann wohl doch, einer durchgängigen Geschichte folgen zu können, vor allem wo die Reihe als „ideal für neue Leser“ angepriesen wird.

    Fazit

    Gesichter des Todes hat spannende Plots und ist optisch ein Leckerbissen, wirkt aber insgesamt als Appetizer, der gleich drei Geschichten anreißt und keine zu Ende führt. Noch dazu ist eine Fortsetzung der Puppenmacher-Story nicht in Sicht. Wer angesichts der Dicke des Bandes auf eine in sich geschlossene Handlung gehofft hat, wird daher enttäuscht.

    Wertung


    Pro

    • spannende Mörderhatz mit neuem Gegner
    • viele bekannte Charaktere
    • tolle Zeichnungen

    Contra

    • keine Geschichte zu Ende erzählt

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Jörg Benne 16.Apr.2013 4.049 x gelesen