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    Mit Magic: The Gathering starteten die Trading Card Games seinerzeit auch hierzulande ihren Siegeszug. Auch wenn der ganz große Hype um das Spiel mittlerweile vorbei ist, hat es doch immer noch eine große Fangemeinde. So groß, dass Panini nun die Comicserie zum Spiel nach Deutschland bringt.

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    Panini, April 2013
    Autor: Matt Forbeck
    Zeichner: Martin Coccolo
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    Ein Dieb mit Vergangenheit

    Dack Fayden ist ein Zauberer und ein Weltenwanderer, der zwischen den Welten des Multiversums reisen kann. Diese Fähigkeiten nutzt er in erster Linie für Diebeszüge. Der aktuelle in Ravnica ging allerdings daneben, Dack hat zwar das gewünschte Artefakt erbeutet, ist allerdings auf der Flucht. Zwar kann er sich mit einem Sprung in eine andere Welt retten, doch es erweist sich, dass Dack bekannt ist wie ein bunter Hund – im negativen Sinne, denn auch in der anderen Welt wird er gesucht.
    Als er dann endlich Ruhe findet, um das magische Artefakt zu untersuchen, stellt sich heraus, dass sein letzter Besitzer jemand war, den Dack schon lange gesucht hat. Es ist Zeit für Dack sich zu rächen.

    Action und Tempo

    Wenn man bedenkt, dass der Leser hier mit reihenweise neuen Charakteren konfrontiert wird, muss man schon sagen, dass die Autoren einem nicht viel Zeit geben, diese mal in Ruhe kennenzulernen. Dack ist eigentlich permanent auf der Fluch oder in Kämpfe verwickelt, allenfalls für kurze Dialoge ist zwischendurch Zeit. Die auf einem ziemlich haarsträubenden Zufall basierende Story gibt allerdings auch nicht viel mehr her und wirkt in Teilen auch dezent unlogisch.
    Wer also auf Charaktertiefe und eine schlüssige Handlung setzt, ist hier eher falsch. Bedient werden hingegen die, die fantastische Kämpfe lesen wollen. Diese sind durchaus ansprechend inszeniert und spannend zu verfolgen. Dass Dack trotz seiner Weltenwanderer-Fähigkeiten überhaupt in Gefahr gerät, liegt daran, dass er sich trotz oft nur sehr kurzer Begegnungen ständig für andere Personen verantwortlich fühlt und da er diese beim Weltensprung nicht mitnehmen kann, muss er seine Probleme eben manchmal anders lösen.
    Der sehr düster gehaltene Look der Zeichnungen dürfte auch nicht jedermanns Sache sein. Viele Details erkennt man erst auf den dritten oder vierten Blick.

    Fazit

    Ob man mit dem Magic-Comic warm wird, hängt sicher stark von der Erwartungshaltung ab. Die Story ist eher mau, die Figuren bleiben blass und Dialoge dienen lediglich zum Transport von Informationen. Es fällt daher schwer, die Charaktere richtig kennenzulernen, da ist in den weiteren Bänden sicher noch Entwicklungspotential gegeben. Wer aber vor allem auf Action und Kampf steht, der wird hier nicht enttäuscht.

    Wertung


    Pro

    • temporeiche Action
    • gut inszenierte Kampfszenen

    Contra

    • eher einfallslose Rache-Story
    • Figuren ohne Tiefe
    • unnötig düstere Zeichnungen

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Jörg Benne 24.Apr.2013 1.069 x gelesen