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    Als passende Lektüre für die dunkle Jahreszeit wird Peter V. Bretts epische Dämonensaga mit einem fünften Band fortgesetzt. Nach dem dramatischen Ende des Vorgängerbands (Der Thron der Finsternis) kommen weitere Gefahren auf die Protagonisten zu.

    Der Weg des Erlösers
    Die wieder miteinander versöhnten Freunde und Rivalen Arlen Strohballen und Ahmann Jardir haben durch den gefangenen Dämonenprinzen beunruhigende Informationen erhalten – die Kreaturen drohen, überall neue Nester zu errichten und die Bewohner aller Städte und Siedlungen auszurotten. Die Helden fassen den Entschluss, das Übel an der Wurzel zu packen und den Kampf bis in die Tiefen des Abgrunds zu tragen. Doch vorher gibt es einige Vorbereitungen zu treffen und Abschiede zu überstehen. Und noch immer wird unnötig rotes Blut zwischen den menschlichen Völkern vergossen, die ihre jeweiligen Anführer für tot halten.
    Leesha Papiermacher bringt zur gleichen Zeit Jardirs uneheliches Kind zur Welt, eine nicht ganz alltägliche kleine Person. Ruhe nach der Geburt ist Leesha allerdings nicht vergönnt, denn die frischgebackene Gräfin muss nicht nur mit der Trauer um Thamos zurechtkommen, sondern wichtige Entscheidungen zur Verteidigung ihrer Heimat treffen. Neben den immer raffinierter agierenden Dämonen sorgen auch die verwilderten und von dämonischer Magie berauschten „Siegelkinder“ für Unruhe.
    Der ehemalige Einsiedler Dorn, der Held der Novelle Das Erbe des Kuriers, soll das Vertrauen der anderen Jugendlichen erringen. Kein einfacher Einsatz für den „Modderjungen“…
    Auch die Krasianer haben es nicht leicht: Jardirs Erste Gemahlin Inevera muss sich während der Abwesenheit ihres Gatten mit den Machenschaften von Sohn Asome und weiteren Intrigen in den eigenen Reihen auseinandersetzen.

    (c) Heyne Verlag
    Umfang: 656 Seiten (Klappbroschur)
    seit 11.12.2017 im Handel
    Leseprobe / Bei Amazon bestellen

    Kuriere, Kriegerinnen und Eunuchen
    Außer den erwähnten Figuren stehen je nach Kapitel noch viele weitere Charaktere abwechselnd im Mittelpunkt des Geschehens, so dass verschiedene Schauplätze und Krisensituationen beleuchtet werden. Durch die vielen anderen zentralen Charaktere plus allerlei Nebenschauplätze kommt der ehemalige „Hauptheld“ Arlen wie schon im Vorgängerband nur recht selten vor. Ich persönlich begrüße zwar die Abwechslung, welche sich durch die häufigen Perspektivenwechsel ergibt, kann aber auch alle Leser verstehen, die sich an dieser Tatsache stören.

    Wie schon bei den vorherigen Büchern ist es nicht ganz einfach, sich nach einem gewissen „Leseabstand“ wieder in der Welt des Buches zurechtzufinden – vor allem bei all den Namen und krasianischen Ehrentiteln. Ein Glossar dazu fehlt leider auch, dafür werden am Ende recht schön die verschiedenen Siegel und Dämonenarten beschrieben.
    Überhaupt kann die Komplexität und Atmosphäre des Szenarios wieder rundum überzeugen – die Szenen sind gut beschrieben und auch gelungen übersetzt. Lediglich ganz am Anfang hat sich ein kleiner Logikfehler in einen Satz der deutschen Version eingeschlichen.

    Soweit, so gut. Doch einen entscheidenden Makel hat dieses Buch: Statt des erhofften Abschlusses bekommt man hier nur die Hälfte eines Ganzen serviert – der letzte Originalband wurde in der deutschen Variante mal wieder aufgeteilt, Nummer 2 (Die Stimmen des Abgrunds) wird erst in ein paar Monaten die Geschichte komplettieren. Was neben zusätzlicher Wartezeit natürlich auch einen ziemlich hohen Gesamtpreis ergibt.
    Außerdem findet sich schon bedingt durch diese Teilung recht viel Vorarbeit auf das eigentliche Finale in den verschiedensten Handlungssträngen. Die Teilgeschichten haben zwar allesamt spannende Momente und interessante Entwicklungen für die Charaktere zu bieten, bringen aber die übergreifende Story meist noch nicht weltbewegend voran. Darüber hinaus gibt es sicherlich für jeden Leser einzelne Figuren, deren Schicksale er selbst weniger gern verfolgt als die der anderen. Vielleicht hätte der Autor manche der Untergeschichten auch etwas kürzen können, ohne dass man etwas vermisst hätte…

    Fazit

    Das Leuchten der Magie setzt die epische Saga gelungen fort und bietet erneut abwechslungsreiche, atmosphärisch dichte Lesestunden in einer durchdachten Fantasy-Welt. Manche Handlungsfäden hätten allerdings durchaus etwas gekürzt werden können, während die Story rund um den ehemaligen Hauptdarsteller Arlen eher wenig vorankommt. Der Hauptkritikpunkt ist jedoch die Aufteilung des finalen Bandes in zwei Bücher, wodurch noch mehr Wartezeit und recht hohe Gesamtkosten auf den Leser zukommen.

    Wertung


    Pro

    • abwechslungsreiche Story
    • spannende und actionreiche Szenen, etwa im Kampf gegen Dämonen
    • einige sympathische Charaktere
    • gelungener Schreibstil 
    • dichte Atmosphäre

    Contra

    • nur die Hälfte des Abschlussbandes
    • Arlen wird etwas in den Hintergrund gedrängt

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Bücher, Fantasy
    von Christina Schmitt 30.Dez.2017 332 x gelesen