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    Das Dead Space Universum ist schon ein sehr trostloser Ort. Die Menschheit ist am Ende, die Natur im Eimer und die Ressourcen sind erschöpft. In solchen Zeiten haben religiöse Heilsbringer immer Hochkonjunktur. Bei Dead Space sind das die Unitologen, die ein außerirdisches Artefakt, den „Marker“, anbeten und die Vereinigung der Menscheit propagieren. Wie auch immer diese aussehen mag. An und für sich ist so ein Marker ein ganz praktisches Teil, produziert es doch in rauen Mengen Energie. Dumm nur, dass als Nebeneffekt alle Lebewesen im Umkreis des Markers zu fiesen untoten Gruselgestalten mutieren: den Serienkennern schon bestens als Nekromorph bekannt.
    Anstatt nun einfach das Naheliegende zu tun und die Marker einfach in die Sonne oder sonst wohin zu schießen, wird damit erstmal fleißig herumexperimentiert. Das sehen die Unitologen natürlich gar nicht gern und setzen in guter alter religiöser-Spinner-Tradition in einer der Raumkolonien mit voller Absicht die Energie eines Markers frei. In eben jener Kolonie vegetiert mittlerweile auch der Protagonist der Vorgängerspiele, Isaac Clarke, in einem trostlosen Apartment vor sich hin und möchte die Geschehnisse aus den vorangegangenen Abenteuern eigentlich nur noch vergessen. Als jedoch auch hier die Necromorphplage ausbricht, lässt sich Isaac nicht zweimal bitten, als ein Offizier der Erdregierung auftaucht, um mit ihm nach Tau Volantis aufzubrechen. Hier wartet nämlich nicht nur Isaacs Ex-Freundin auf Rettung, sondern auch eine Möglichkeit, um die Markerepedemie ein für allemal zu beenden.

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    "Auch die Unitologen stressen wieder rum und wollen uns gewaltsam den Wachturm andrehen."

    Zurück zum Lost Planet
    Nach einer ungewohnt actionlastigen Flucht von der Raumkolonie landet die Truppe nach dem Hypersprung mitten in einer Art Weltraumschrottplatz, der um Tau Volantis kreist. Automatische Minen beschädigen das Raumschiff kurz danach so stark, dass sich die Crew mit Issacs Hilfe nur mit Mühe und Not auf ein noch halbwegs intaktes Schiffswrack retten kann. Von hier aus dreht sich die erste Hälfte des Spiels darum, irgendeine Möglichkeit zu finden, um auf den Planeten herunterzukommen.
    Dazu muss Isaac mittels eines kleinen Transportshuttles zwischen verschiedenen Schiffswracks hin und herpendeln und dort verschiedene Aufträge erledigen, z.B. einen Code für einen verschlüsselten Funkspruch auftreiben oder ein Shuttle reparieren. Klar das auch hier wieder die Nekros ihre Klauen im Spiel haben und Isaac mal wieder seinen Plasmacutter auspacken muss, um den aggressiven und teilweise übernatürlich schnellen Mutanten die eine oder andere Amputation zu verpassen. Somit spielt sich die erste Hälfte angenehm nach Art der Vorgänger: man streift in der über-die-Schulter-Perspektive durch dunkle, blutverschmierte Gänge, löst mittels der altbekannten Stasis- und Telekinesefähigkeiten kleinere Rätsel, erschreckt sich dann und wann bei obligatorischen Buh!-Schockeffekten und ballert den bevorzugt aus Lüftungsschächten hervorquellenden Nekros die Glieder ab.
    Sehr zur wohlig-schaurigen Atmosphäre trägt auch die stimmungsvolle Klangkulisse bei, wobei mich die Musik schon etwas an Genreklassiker wie Alien erinnert hat. Auch an der deutschen Sprachausgabe gibt es dank durch die Bank professioneller Sprecher nichts weiter auszusetzen. Generell ist das Sounddesign auch beim dritten Teil mal wieder sehr gelungen.
    Spieltechnisch hat sich Visceral Games auch ein paar Gedanken gemacht und ein Ressourcensystem eingeführt. Getötete Gegner lassen oft Teile wie Altmetall, Wolfram oder Halbleiter fallen (ja, klingt schon irgendwie komisch) die man an den regelmäßig vorzufindenden Werkbänken benutzen kann um Munition, Medpacks und anderes nützliches Zeug herzustellen oder seinen Anzug aufzurüsten, was u.a. Auswirkungen auf Trefferpunkte, Rüstung oder Luftvorrat hat. Sprich: es geht ein bisschen in Richtung Rollenspiel, zumal man auch aus gefundenen Teilen gänzlich neue Bleispritzen „craften“ kann. Die Möglichkeiten sind da wirklich sehr vielfältig.
    Eine nette, wenn auch spielerisch eher belanglose Idee, sind die Sucherbots, welche man im Verlauf des Spiels finden kann. Das sind kleine Roboter, die man nach Belieben aussetzen kann und die dann eigenständig auf die Suche nach Rohstoffen gehen. Nach einer Weile liefert der Bot diese dann an der nächsten Werkbank ab, wo man sie dann wie gewohnt „umtauschen“ kann.

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    Kategorien: Horror, Science-Fiction, Spiele
    von Jörg Benne 20.Feb.2013 2.745 x gelesen

    Dead Space 3
    Publisher Electronic Arts
    Hersteller Visceral Games
    Genre 3rd-Person Shooter Survival-Horror
    Altersfreigabeab 18 Jahren
    Weitere Infos
    Termine
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