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    Auf der Suche nach der besseren Hälfte
    In der zweiten Spielhälfte geht es dann runter auf den Eisplaneten. Hier sieht Dead Space dann nicht nur einem gewissen verlorenen Planeten aus dem Hause Capcom verdammt ähnlich, es spielt sich auch so. Der Grusel wird zugunsten vermehrter Action merklich zurückgefahren. Als Dead Space-Fan wünscht man sich dann schnell wieder auf den Weltraumschrottplatz oder in die beiden Vorgänger zurück. Mich persönlich hat es nicht so gestört, vor allem, weil ich auch wissen wollte, wie die ganze Geschichte denn nun endlich ausgeht. Wer aber auf Survival-Horror nach Art der Vorgänger gehofft hat, wird zumindest von der zweiten Hälfte des Spiels enttäuscht sein, wobei das noch eher am krassen Szenariowechsel als am gesteigerten Actionanteil zu liegen scheint. Ein (heller) Eisplanet kommt nun mal nicht so gruselig rüber wie ein düsteres, verfallenes Raumschiffwrack mit Gedärm-deko an den Wänden.

    CoOp-Grusel
    Auch beim Multiplayer probiert man bei DS3 mal was Neues: Statt einem kompetetiven Mensch-Nekro Deathmatch wie im Vorgänger hat man bei DS3 einen Coop-Modus für bis zu zwei Weltraumingenieure eingebaut. Normalerweise ist ein Coop immer eine super-Sache und ein Garant für launige Abende mit einem Kumpel vor der Glotze. Sehr ärgerlich für Couchpotatos im Duo ist allerdings, dass das Ganze nur online funktioniert. Eine Splitscreenoption sucht man vergebens. Außerdem geht beim gemeinsamen Nekromorph-plätten natürlich auch einiges vom Gruselfaktor flöten. Insofern sollte man sich überlegen, ob man den Singleplayer beim ersten Mal nicht lieber alleine bewältigen will.
    Spaß macht der Coop natürlich trotzdem nicht zu knapp. Und manche Bereiche bekommt man auch nur zu Gesicht, wenn man zu zweit unterwegs ist. Ein witziger Einfall ist auch, dass einer der beiden Spieler öfters Opfer von Halluzinationen wird, die nur er sehen kann, während für den anderen Spieler alles normal aussieht.
    Technisch ist an Dead Space nichts großartig auszusetzen. Es läuft stets flüssig und sieht ziemlich schnieke aus. Besonders einige der Panoramaansichten beim Blick aus diversen Raumschifffenstern animieren öfters mal zum andächtigen Stehenbleiben. Dazu gesellt sich eine sehr stimmige Beleuchtung der Areale, die nicht unwesentlich für einen Großteil der bedrückenden Atmosphäre sorgt. Die Spielzeit pendelt sich für das erste Durchspielen je nach Spielweise bei durchschnittlichen 7-8 Stunden ein.

    Fazit

    Dead Space 3 ist ein gutes Spiel, wenn auch das bisher schwächste der Serie. Das sieht man vor allem dann so, wenn man die Vorgänger kennen und lieben gelernt hat und auch beim dritten Ableger einen ähnlichen Gruselfaktor erwartet. Den gibt es in der ersten Spielhälfte auch, lediglich die zweite fällt dank weniger Grusel und mehr Action doch ziemlich ab. Gut gefallen haben mir das Ressourcensystem und der Coop. Sollte es jemals einen vierten Teil geben, wünsche ich mir aber auch wieder den Multiplayer aus dem zweiten Teil, dazu Splitscreen und bitte wieder weniger Action und mehr Grusel für den Singleplayer.

    Wertung


    Pro

    • Gute Grafik
    • Spannender Beginn
    • Netter Co-Op-Modus

    Contra

    • Zu viel Action, zu wenig Horror
    • lahme Story

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Seiten: 1 2

    Kategorien: Horror, Science-Fiction, Spiele
    von Jörg Benne 20.Feb.2013 2.857 x gelesen

    Dead Space 3
    Publisher Electronic Arts
    Hersteller Visceral Games
    Genre 3rd-Person Shooter Survival-Horror
    Altersfreigabeab 18 Jahren
    Weitere Infos
    Termine
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