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    Cyborg 009 ist in Japan eine Mangaserie mit langer Tradition. Darin geht es um die Abenteuer von neun internationalen Cyborg-Soldaten mit einem Fokus auf den japanischen Cyborg 009. Die ersten Mangas erschienen bereits 1964 in Magazinen, es folgten Filme und eine erste Serie. Ende der 70er gab es noch eine TV-Serie, gefolgt von einer weiteren im Jahr 2001/2002. Nun, mehr als zehn Jahre später, wurde die Marke für einen einzelnen Anime-Film reaktiviert. Auch was für Neueinsteiger?

    009recyborg_cover

    (c) Universum Film
    Regie: Kenji Kamiyama
    Laufzeit: 103 Minuten
    ab 11.07.2014 im Handel
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    Von seiner Stimme und Engelsskeletten
    Eigentlich ist Joe ein normaler Highschool-Schüler. Doch seit einiger Zeit hört er „seine Stimme“ und fühlt sich durch diese dazu berufen, einen Anschlag in Tokio zu begehen. Derlei Terror-Anschläge gab es schon zuhauf in anderen Städten, meist wurden dabei Wolkenkratzer in Schutt und Asche gelegt. Bevor Joe seinen Plan in die Tat umsetzen kann, wird er jedoch von den Cyborgs 003 und 005 aufgespürt und reaktiviert.
    Joe ist nämlich selbst einer von neun Cyborgs und soll nun helfen, herauszufinden, was es mit „seiner Stimme“, den aufgetauchten Engelsskeletten und den Terroranschlägen auf sich hat. Vor allem der Abtrünnige Cyborg 002, der mittlerweile für den US-Geheimdienst arbeitet, spielt dabei offenbar eine zwielichtige Rolle.

    Neueinsteigern macht es der Film nicht leicht. Während Kenner der Serie 009 sofort wiedererkennen werden, braucht es eine Weile, bis man als Neuling versteht, was es mit ihm auf sich hat. Warum er ohne Wissen um seine Fähigkeiten als ewiger Highschool-Schüler vor sich hin lebt und die Erinnerungen ausgerechnet durch eine Prügelei wieder hervorkommen, bleibt nebulös – wie so einiges in der Geschichte. Ebenso sind die Freundschaften und Rivalitäten unter den Cyborgs natürlich für Nicht-Kenner der Serie schwer nachzuvollziehen und müssen einfach als gegeben hingenommen werden.

    Das „schwer nachzuvollziehen“ gilt allerdings für die gesamte Geschichte. Das Gespinst aus Sci-Fi, Terrorismus, Religion und Metaphysik werden wohl nur die wenigsten Zuschauer durchdringen und das abstruse Ende lässt reichlich Fragen offen. Bis dahin werden viele wohl einfach schulterzuckend aufgegeben haben, das Rätsel um „seine Stimme“ und dessen Ziele zu verstehen oder den seltsamen Theorien der Figuren zuzuhören, und sich stattdessen auf die Action konzentriert haben.
    Das ist dann auch die Seite, mit der 009 punkten kann. Es gibt einige rasante Actionsequenzen und die Fähigkeiten der Cyborgs sind dabei cool in Szene gesetzt. Technisch ist das alles auf gehobenem CGI-Niveau und mit rockigen Klängen passend unterlegt.

    Fazit

    009 Re: Cyborg vermischt gute Actionszenen mit einer reichlich abstrusen Geschichte, der zu folgen auch Kennern der TV-Serie schwerfallen dürfte. Animefans werden über die Schwächen der Story jedoch hinwegsehen können und dann in Sachen Optik und Action ganz gut unterhalten.

    Wertung


    Pro

    • coole Cyborg-Fähigkeiten
    • einige rasante Actionsequenzen

    Contra

    • Einsteig für Nicht-Kenner schwierig
    • Story reichlich abstrus und schwer durchschaubar

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Science-Fiction
    von Jörg Benne 4.Jul.2014 4.108 x gelesen