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    Haie, Haie, überall. Schon vor Sharknado gab es einige abstruse Filme, mit dem Erfolg der SyFy-Reihe nahmen die Hai-Absurditäten jedoch zuletzt Überhand. Doch es gibt auch noch ernstgemeinten Hai-Horror. Saß im Vorjahr in „The Shallows“ eine Surferin auf einer Untiefe fest, entführt uns 47 Meters Down, wie der Name vermuten lässt, in die Tiefen des Meeres.

    (c) Square One
    Laufzeit: 97 Minuten
    seit 01.12.2017 im Handel
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    Gefangen in der Tiefe
    Die Schwestern Kate und Lisa verbringen ihren Urlaub in Mexiko am Meer. Von einer flüchtigen Bekanntschaft lassen sie sich dazu überreden, mit einem kleinen Boot auf’s Meer zu fahren und in einem Käfig Haie zu beobachten. Was sich wie spannender Nervenkitzel anhört, wird zum Überlebenskampf, als der Käfig mit den beiden jungen Frauen 47 Meter in die Tiefe abstürzt. Nicht nur die mit Blutködern angelockten Haie sind eine Gefahr, auch zur Neige gehende Pressluft und die Gefahr bei zu schnellem Auftauchen die Taucherkrankheit zu bekommen, erschweren den beiden das Überleben.

    Bevor der Horror beginnt, nimmt sich der Film knapp 1/3 seiner Laufzeit dafür, um die beiden Schwestern vorzustellen. Mehr hätte es dann auch nicht sein sollen, denn die Vorgeschichte ist nicht sonderlich prickelnd, die Charakterzüge werden nur grob umrissen. Im wesentlichen ist Kate eher die draufgängerische, die auch schon Tauch-Erfahrung hat und Lisa diejenige, die sich lange gegen den Tauchgang sträubt und nur dazu überreden lässt.

    Nach der nicht wirklich spannenden Einleitung geht es aber in die Vollen und der Film bleibt vom Absturz des Käfigs bis zum Ende durchweg spannend. Die Nachvollziehbarkeit der Situation und die Bedrohlichkeit der (gut umgesetzten) CGI-Haie sorgen beim Zuschauer für Nervenkitzel. Der steht dann auch im Vordergrund und nicht etwa blutige Zerfleischungen. Die Haie sind meistens die unsichtbare Bedrohung und werden gezielt für Jumpscares und eben als Haupt-Hindernis für die Frauen eingesetzt. Die Kamera bleibt dabei konsequent unter Wasser bei den Geschwistern. Wie Kate und Lisa auch, rätselt der Zuschauer, was die Bootsbesatzung an der Oberfläche tut, gezeigt wird es nicht, was das Gefühl der Hilflosigkeit und Isolation verstärkt.

    Regisseur Johannes Roberts ist kein Unbekannter im Horror-Genre und hat sich mit „The Other Side of the Door“ und „Storage 24“ im Low-Budget-Bereich einen Namen gemacht. Mit seinem neuen Film strebt er offensichtlich nach Höherem, denn sobald der Käfig abstürzt, erinnert die Inszenierung (auch dank ähnlicher Musik) stark an Gravity, nur eben unter Wasser statt im Weltraum. Immer wieder starrt die Kamera den Frauen durch ihre Tauchermaske ins Gesicht, oder wechselt auch mal kurz in die Ego-Perspektive und zeigt uns die Sicht der Opfer. Die inszenatorische Brillanz des offensichtlichen Vorbild erreicht er zwar nicht, doch der Film wirkt nie billig und fesselt (trotz kleiner Logikmacken) bis zum Schluss.

    In Amerika war der Film ein großer Erfolg im Kino, spielte über 40 Mio $ ein. Da verwundert es nicht, dass bereits ein Sequel (mit anderen Hauptfiguren) namens „48 Meters Down“ angekündigt wurde, in dem Taucher eine Unterwasser gelegene Stadt erforschen.

    Hinweis: Die uns vorliegende Verkaufs-Blu-Ray enthält außer dem Trailer keinerlei Extras.

    Fazit

    47 Meters Down ist effektvoller Unterwasser-Horror, in dem Haie zwar eine Rolle spielen, aber eher dezent als Bedrohung eingesetzt werden. Die Umsetzung wirkt manchmal recht gewollt an Gravity angelehnt, bietet aber nach etwas langatmigem Einstieg spannende Unterhaltung und auch die eine oder andere Überraschung.

    Wertung


    Pro

    • spannende Handlung
    • überzeugende Umsetzung
    • echter Nervenkitzel statt Hai-Blödsinn

    Contra

    • Einstieg etwas langatmig geraten
    • kleine Logikmacken

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 2.Dez.2017 494 x gelesen