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    Mit ihrer humorvollen Over-the-Top-Action nahmen Kick-Ass und Kingsman Superhelden bzw James Bond auf die Schippe, ohne dabei zu dumpfen Krawall-Parodien auszuarten. In ein ähnliches Horn stößt nun American Ultra, das Superagenten wie Jason Bourne & Co zum Thema hat. Ähnliche Erfolge an den Kinokassen waren American Ultra allerdings nicht vergönnt, es erwies sich mit 15,5 Mio $ Einspiel weltweit als kapitaler Flop. Zurecht?

    americanultra_cover

    (c) Concorde Film
    Regie: Nima Nourizadeh
    Laufzeit: 92 Minuten
    ab 25.02.2016 im Handel
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    Kiffer mit verschütteten Fähigkeiten
    Mike weiß mit seinem Leben nicht viel anzufangen. Er hängt in einer Kleinstadt fest, bezeichnet sich selbst als Loser und verdingt sich als Kassierer in einem Supermarkt. Der einzige Lichtblick in seinem Leben ist seine Freundin Phoebe. Als er mit ihr nach Hawaii fliegen und ihr dort einen Heiratsantrag machen will, bekommt er einmal mehr eine Panikattacke.
    Danach ist aber nicht nur Phoebe enttäuscht, mit seinem Versuch die Stadt zu verlassen löst Mike bei der CIA einen Alarm aus. Denn was er nicht ahnt: Er war in einem Superagenten-Experiment, wurde aber entlassen und in der Kleinstadt geparkt, sein Gedächtnis gelöscht. Die Panikattacken sollen dafür sorgen, dass er vor Ort und damit kontrollierbar bleibt.
    CIA-Manager Yates sieht in Mike nun ein Sicherheitsrisiko und will ihn liquidieren lassen. Seine Konkurrentin Lasseter, einst für Mike verantwortlich, will das nicht hinnehmen – und aktiviert Mike wieder – mit ziemlich tödlichen Folgen.

    Auch wenn die Story und der Verlauf der Geschichte es vermuten lassen, basiert American Ultra nicht auf einem Comic, sondern stammt aus der Feder des Drehbuchautors Max Landis (Chronicle). Die Idee, einen kiffenden Loser mit seinen geheimen Fähigkeiten zu konfrontieren, hat durchaus Potential und der Film setzt dabei auf die bewährten Zutaten der Vorbilder Kick-Ass und Kingsman: Witzige Dialoge und comicartig brutale Actionsequenzen. Dabei gelingt es aber nur selten, das Niveau der beiden genannten Titel zu erreichen. Immer wieder wird unnötig das Tempo verschleppt und vor allem ist die Figur des CIA-Bonzen Yates etwas zu übertrieben und seine Wort-Duelle mit Lasseter sind nur selten witzig.

    Dafür stimmt die Chemie zwischen Jesse Eisenberg (Now you see me) und Kristen Stewart (Twilight), die wie schon in Adventureland ein glaubwürdiges Kiffer-Paar abgeben und den Film während des ruhigen Beginns tragen. Dazu gibt es ein paar wirklich gut gemachte Actionszenen, außerdem sorgt John Leguizamo in einer Nebenrolle für einen witzigen Auftritt. So wird man die rund 90 Minuten lang ordentlich unterhalten – mehr aber auch nicht.

    Fazit

    American Ultra will wie seine offensichtlichen Vorbilder Kick-Ass und Kingsman mit Over-the-Top-Action und Humor punkten. Das gelingt zwar ganz gut, einige Gags zünden allerdings nicht und gerade zu Beginn fehlt es an Tempo. So ist American Ultra eine ordentliche Action-Komödie, die ihren Vorbildern aber nicht das Wasser reichen kann.

    Wertung


    Pro

    • interessante Grundidee
    • gute Chemie zwischen den Hauptdarstellern
    • einige sehenswerte Actionszene

    Contra

    • einige Gags sind Rohrkrepierer
    • Tempo wird unnötig verschleppt
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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 20.Feb.2016 540 x gelesen