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    Bild © Shirow Masamune Production I.G/KODANSHA・GHOST IN THE SHELL ARISE COMMITTEE. All Rights Reserved.

    Ghost in the Shell war einer der ersten Animes, die ich gesehen habe, lang, lang ist’s her. Nun kommt der Realfilm in die Kinos, passend dazu bringt Universum-Film die Prequel-Stories „Arise“ auf DVD, jeweils in Doppelfolgen. Wir haben uns „Border 1+2“ angesehen.

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    (c) Universum Film
    Laufzeit: 110 Minuten
    ab 31.03.2017 im Handel
    Bei Amazon bestellen

    Zwei Jahre vor Ghost in the Shell
    Die Handlung spielt 2027, kurz nach Ende des vierten Weltkriegs und zwei Jahre vor der Story von Ghost in the Shell. Motoko Kusanagi ist ein Cyborg mit außergewöhnlichen Hacker-Fähigkeiten, die in Cyber-Kriminalfälle verstrickt wird. Dabei schart sie nach und nach Mitstreiter um sich.
    In „Border 1: Ghost Pain“ wird sie selbst verdächtigt, ihren ehemaligen Vorgesetzten ermordet zu haben. Tatsächlich stellt sie fest, dass ihr eigenes Cyberbrain manipuliert wurde und sie falsche Erinnerungen hat. Wer steckt dahinter?
    In „Border 2: Ghost Whisper“ startet ein Offizier einen großangelegten Hacker-Angriff um eine Vertuschung der Regierung aufzudecken, die ihm und seinem Team in die Schuhe geschoben wurde. Motoko und ihr Team müssen unter Hochdruck eine Verschwörung aufdecken, die bis in höchste Kreise reicht.

    Die beiden Episoden sind 56 und 54 Minuten lang und halten sich nicht mit langen Vorreden auf. Ghost in the Shell zu kennen ist nicht notwendig, da die Handlung von Arise wie gesagt davor spielt, aber natürlich fällt der Wiedererkennungswert bei diversen Figuren weg.
    Der Einstieg in die ziemlich komplexen Geschichten um Hacking, Cyberspace, falsche Erinnerungen und Gedankenmanipulationen fällt nicht ganz einfach, nicht zuletzt, weil es auch einiges an Technikgelaber gibt. Hier hätte ich beiden Folgen etwas mehr Laufzeit gewünscht, um Figuren und Rahmen etwas besser vorzustellen.
    Ist man aber erstmal in der Handlung drin, sind beide Folgen durchaus spannend. Der philosophische Aspekt, die Frage nach der Menschlichkeit eines Ganzkörper-Cyborgs wie Motoko, deren Beantwortung im Film so eine große Rolle spielt, taucht hier allerdings nur am Rande auf. Im Vordergrund stehen oft stylische Actionszenen und traumartige Cyber-Sequenzen. Zeichnerisch ist das Gebotene auf sehr hohem Niveau, bei den Animationen wirkt allerdings gerade in den rasanten Kampfszenen die eine oder andere Sequenz etwa abgehackt.

    Die Blu-Ray bietet noch 2 (nicht-synchronisierte) Kurzfilme um das Logicoma, Motokos rollenden Robo-Bodyguard sowie längere (untertitelte) Interviews mit den Machern und den Synchronsprechern. Dazu gibt es noch einige Werbespots.

    Fazit

    Die beiden ersten Arise-Folgen zeigen, wie Mokoto ihr Team kennenlernt und dabei spannende Cyber-Kriminalfälle löst. Deren komplexe Verschwörungsplots sind recht fordernd, dafür bekommt der Zuschauer aber auch gut animierte Anime-Action und interessante Cyberwelten zu sehen. Im Vergleich zum Anime-Klassiker fehlt es allerdings an Tiefgang.

    Wertung


    Pro

    • spannendes Cyber-Setting
    • interessante Fälle
    • sehr hohes technisches Niveau

    Contra

    • Animationen manchmal etwas abgehackt
    • hoher Preis

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Science-Fiction
    von Jörg Benne 28.Mrz.2017 485 x gelesen