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    Mit „Der Pianist“ wurde Adrien Brody 2002 zum Star und gewann den Oscar als bester Hauptdarsteller. Zuletzt musste der Mime allerdings immer kleinere Brötchen backen und sich in vielen B-Movies verdingen. So auch im australischen Film Backtrack, der nun hierzulande fürs Heimkino erschienen ist.

    backtrack_cover

    (c) EuroVideo
    Regie: Michael Petroni
    Laufzeit: 86 Minuten
    seit 10.11.2016 im Handel
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    Die Geister, die mich riefen
    Seit dem Unfalltod seiner Tochter ist Psychotherapeut Peter Bower ziemlich neben der Spur. Wie schlimm es um ihn steht, wird ihm erst klar, als er bemerkt, dass die letzten Patienten, die er behandelt hat, allesamt tot sind und er nur mit ihren Geistern sprach. Sie alle starben am gleichen Tag vor fast dreißig Jahren. Ein Datum, dass Peter nichts sagt. Doch als er weiter recherchiert, führt ihn das in seinen Heimatort und zu einem lange gehüteten Geheimnis.

    Backtrack ist eine Genremischung aus Mystery, Geister-Geschichte und Psycho-Thriller. Zu Beginn rätselt man eine Weile, was mit Bower los ist und was die Geister von ihm wollen. Dies wird durch klassische Grusel-Elemente angereichert, klappernde Türen hier, ein kleiner Jumpscare da – letztere sind für Genrekenner leider allzu vorhersehbar.

    So funktioniert dann der Thriller-Part auch am besten, denn als Zuschauer tappt man in Sachen Ursache der Geistererscheinungen genauso lange im Dunkeln wie Bower und wird danach durch einige geschickte (wenn auch recht unlogische) falsche Fährten verwirrt. Die etwas überkonstruierte Handlung mit ihren Logikmacken ist dann auch der Schwachpunkt des Films, der dafür mit einer durchaus fesselnden Atmosphäre punkten kann.

    Adrien Brody mimt den von Geistern getriebenen Psychologen sehr überzeugend. An seiner Seite ist mit Sam Neill (Jurassic Park) in einer Nebenrolle zwar nur ein bekannter Darsteller, aber auch die unbekannten Schauspieler machen ihre Sache ordentlich.

    Fazit

    Backtrack punktet vor allem mit Atmosphäre. Die Handlung opfert zwar die Logik hier und da für falsche Fährten und Geister-Fans werden wohl jeden Jumpscare vorhersehen, trotzdem ist Backtrack ein ordentlicher Genre-Vertreter, dem Mystery-Freunde ruhig eine Chance geben sollten.

    Wertung


    Pro

    • dichte Atmosphäre
    • überraschender Handlungsverlauf

    Contra

    • Überraschungen gehen oft zu Lasten der Logik
    • Jumpscares zu vorhersehbar

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 22.Nov.2016 1.009 x gelesen