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    Dolph Lundgren ist zwar mehr als zehn Jahre jünger als Action-Opa Sylvester Stallone, aber mittlerweile auch schon Mitte fünfzig. Dennoch dreht der fast zwei Meter große Schweden-Riese mit Karate-Schwarzgurt weiter fleißig Actionstreifen. Im aktuellen Battle of the Damned verdrischt oder zerballert er reihenweise Zombies.

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    (c) Sunfilm 2013
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    Rettung aus der Zombiestadt
    Major Max Gatling wird von einem Industriellen engagiert, um seine Tochter Jude zu finden. Diese ist allerdings nicht irgendwo verschwunden, sondern ausgerechnet in einer südostasiatischen Stadt, in der ein Experiment einer Biotechnologiefirma schief gegangen ist. Seither sind die Bewohner durchgedrehte Irre, die jeden Nichtinfizierten zerfleischen. Die Stadt steht daher unter Quarantäne und ist vom Militär komplett abgeschottet. Mit einer Gruppe von Söldnern macht Gatling sich auf, das Mädel zu finden.

    Die Geschichte nimmt einen genretypischen Verlauf, die Söldnertruppe wird in den ersten Minuten dezimiert, der Bodycount wird rasch dreistellig. Gatling will aber nicht aufgeben und versucht Jude allein zu finden, was ihm dann auch durch Zufall gelingt. Sie führt ihn zu einer Gruppe von Überlebenden um Duke, die sich in einem Touristenreservat verschanzt haben. Hier kommt dann ein Hauch von The Walking Dead-Feeling auf, wenn die Bleispritzen mal für ein paar Minuten schweigen und die Figuren und ihre unterschiedlichen Ziele aufeinanderprallen. Allerdings nur kurz, dann sprechen auch schon wieder Waffen und Fäuste, nicht zuletzt, weil das Militär beschließt, die Stadt mit Brandbomben auszuräuchern. Die Gruppe muss also schnell handeln.

    Die Zombies im Film sind weitgehend genretypisch, beispielsweise werden sie von Lärm angezogen. Allerdings rennen sie sehr schnell. Davon ab bringen noch einige Kampfroboter etwas Abwechslung in das Zombie-Gemetzel, die allerdings völlig unmotiviert auftauchen. Woher sie kommen und was ihr Auftrag ist, bleibt ungeklärt. Es scheint, als habe Regisseur Christopher Hatton einfach die Bots aus seinem 2011er-Film „Robotropolis“ nochmal wiederverwenden wollen.

    Was vielen sauer aufstoßen wird, ist die fast durchgehende Nutzung von Handkameras. Gerade wenn es zur Sache geht, wackelt der Bildausschnitt oft dermaßen, dass man den Überblick verliert, Gorefans bekommen so auch recht wenig zu sehen.
    Lundgren zeigt wieder vollen Körpereinsatz, allerdings fällt auf, dass Rennen nicht (mehr) seine Sache ist, hier wirkt er immer reichlich hüftsteif. Der restliche Cast spielt gefällig, vor allem Melanie Zanetti (Jude) und David Field (Duke) fallen positiv auf.

    Fazit

    Battle of the Damned ist der Inbegriff eines Durchschnitts-Actioners. Die Story ist nichts Neues, die Effekte sind ok, aber kein Brüller, die Schauspieler machen ihre Arbeit ordentlich, hauen einen aber nicht vom Hocker, der eine oder andere Oneliner sitzt, andere sind eher deplaziert. Die Roboter hätten ein nettes Gimmick sein können, werden aber lediglich unmotiviert als zusätzliche Feuerkraft eingefügt und bringen den Film nicht nach vorn. So hätte es für eine Durchschnittswertung gereicht, das übertrieben wackelige Bild kostet aber nochmal einen halben Stern. Zur Unterstützung dynamischer Szenen ist das ja ok, aber hier wird es wirklich etwas übertrieben.

    Wertung


    Pro

    • ordentliche Schauspieler
    • gute Action
    • leidlich spannend (wer kommt durch)

    Contra

    • Roboter sind Fremdkörper im Film
    • oft übertrieben hektische Wackel-Kamera

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 9.Aug.2013 2.045 x gelesen