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    Hinter dem genauso unpassenden wie unauffälligen Titel Better Watch Out verbirgt sich ein australischer Home Invasion-Thriller. Kann der das Genre genauso bereichern, wie es These final Hours im Endzeit-Bereich gelang.

    (c) Constantin Film
    Laufzeit: 85 Minuten
    seit 18.01.2018 im Handel
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    Mit der Babysitterin allein zuhause
    Kurz vor ihrem Umzug soll Ashley ein letztes Mal beim 13jährigen Lucas babysitten, den sie bereits seit fünf Jahren kennt. Als die beiden vor dem Fernseher sitzen, dringen Unbekannte in das Haus ein. Ashley versucht sich und den Jungen zu beschützen, muss aber bald erkennen, dass es sich nicht um einen normalen Einbruch handelt.

    Der Film erinnert zu Beginn beinahe an Kevin allein zuhaus. Weihnachtsmusik trällert, überall Schnee und geschmückte Häuser. Doch schon der erste derbe Dialog zwischen den Eltern von Lucas macht klar, dass wir es hier nicht mit Kinderprogramm zu tun haben. Wir bekommen hier aber auch nicht einen normalen Home Invastion-Thriller serviert. Das ahnt man durch einige Andeutungen zu Beginn recht früh, doch der Film spielt geschickt mit den Erwartungen des Zuschauers. Meist liegt der Genrekenner zwar halbwegs richtig, was die weitere Entwicklung angeht, aber eben doch nicht ganz, sodass der Film immer wieder zu überraschen weiß und zunehmend fies wird. Gore-Fans werden vielleicht bemängeln, dass der Film diese fiese Linie optisch nicht voll durchzieht. In ein/zwei Szenen geht es nur Off-Screen zur Sache, obwohl die deutsche Fassung ungeschnitten ist. Das tut der Spannung aber keinen Abbruch. Sie hält bis zum Schluss.

    (Wir verzichten hier bewusst auf einen Trailer, da dieser einiges vorwegnimmt).

    Erfreulich ist, dass Ashley hier nicht die genretypische Rolle des kreischenden, flehenden, ständig auf Hilfe angewiesenen Teenie-Girls gibt, sondern stattdessen toughe Seiten zeigt und ihren Peinigern ordentlich Paroli bietet. Olivia deJonge (The Visit) spielt das Mädchen sehr überzeugend und gibt mit diesem Film eine weitere Hollywood-Bewerbung ab.

    Dort ist der junge Levi Miller bereits bekannt, auch wenn er sich mit dem Millionengrab Pan keinen guten Einstand aussuchte. Hier beweist er, dass er noch einiges mehr drauf hat, zeitweilig fühlt man sich an den jungen Leo DiCaprio erinnert.

    An Extras gibt es ein mehr als 50minütiges Making Of, in dem vor allem der Regisseur Chris Peckover zu Wort kommt.

    Fazit

    Hinter dem eher unscheinbaren Titel verbirgt sich eine interessante Variante der Home Invasion, die geschickt mit den Erwartungen des Zuschauers spielt und zunehmend fieser wird. Zwei starke Jungmimen sorgen dafür, dass die straff inszenierte Handlung dabei stets packend bleibt. War zurecht auf diversen Festivals ein Hit.

    Wertung


    Pro

    • das Home Invasion-Thema wird gelungen variiert
    • spielt geschickt mit den Erwartungen der Zuschauer
    • zur Abwechlsung mal eine toughe Teenagerin in einem Genrefilm
    • starke Jungschauspieler in den Hauptrollen

    Contra

    • der Mut (oder der Wille) auch in Sachen Gore auf's ganze zu gehen, fehlte

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 20.Jan.2018 1.266 x gelesen