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    Wir alle kennen die Beipackzettel von Medikamenten, die man meist lieber gar nicht erst liest, weil man gar nicht wissen will, welche Nebenwirkungen einen erwarten könnten. Aber wie ermitteln die Pharmakonzerne eigentlich die Daten zu den Nebenwirkungen? Und was wäre, wenn während so einer Teststudie eine gänzlich unerwünschte Nebenwirkung auftreten würde? Dieser Frage geht Bloodwork nach.

    bloodwork_cover

    USA 2011
    Vertrieb: EuroVideo
    Laufzeit: 96 Minuten
    ab 11. Juli im Handel
    Bei Amazon bestellen

    Inhalt
    Student Greg braucht Geld und wird auf eine Anzeige aufmerksam. Ein Pharmakonzern sucht Testpersonen für ein neues Antihistaminikum gegen Allergien und bietet 3000 $ für zwei Wochen. Das klingt für Greg verlockend und er überzeugt auch seinen Freund Rob, an der Studie teilzunehmen.
    Nach den ersten Dosen des Medikaments wird allerdings schnell klar, dass der Konzern die Studienteilnehmer belogen hat. Die Probanden zeigen Persönlichkeitsveränderungen und Ungeziefer im Essen sorgt für Aufregung. Greg will herausfinden, was hier gespielt wird.

    Bloodwork ist ein Thriller mit leichtem Horror-Einschlag, der sich allerdings Zeit nimmt und die Spannungsschraube zunächst sehr langsam anzieht. Der Beginn punktet eher mit humorvollen Zügen, wenn die beiden Studenten erkennen, dass die 3000 $ (ganz abgesehen von den Nebenwirkungen) alles anderes als leicht verdientes Geld sind und beispielsweise ausführlich zu ihrem Stuhlgang interviewt werden.
    Nach und nach tauchen aber immer mehr Ungereimtheiten auf und letztlich gerät natürlich alles außer Kontrolle, schließlich prangt ja auch eine 18er-Freigabe auf dem Cover. Dabei ist die Geschichte um ein neues Medikament nur bedingt nachvollziehbar und weist einige Plotlöcher auf, das tut aber der durchaus vorhandenen Spannung keinen Abbruch.

    In seiner Machart ist Bloodwork B-Movie durch und durch. Aus der Darstellerriege dürften allenfalls Eric Roberts (in einer Mini-Rolle) und Tricia Helfer (Battlestar Galactica, Bild oben) einem breiteren Publikum bekannt sein, aber die unbekannten Schauspieler machen ihre Arbeit dennoch gut. Auch die Inszenierung ist auf ordentlichem Niveau, das Drehbuch greift hier und da unnötigerweise auf ein Klischee zurück und hat wie gesagt einige Probleme mit der Logik.
    Splatter-Fans sind hier allerdings falsch, es ist wenn überhaupt eher der unangenehme Realismus, wenn mit medizinischer Präzision mit Skalpellen in Haut geschnitten wird, der für gepflegtes Gruseln sorgt. Nur an zwei Stellen kommt ein gewisser Gore-Faktor zum Tragen, ansonsten setzt der Film eher auf Thrill als auf Gewalt.

    Fazit

    Bloodwork ist ein klassischer B-Movie und in nahezu allen Belangen guter Durchschnitt. Man wird ordentlich unterhalten und danach den Beipackzettel des nächsten Medikaments vielleicht mit etwas anderen Augen sehen.

    Wertung


    Pro

    • gute Grundidee
    • ordentliches Spannungsniveau

    Contra

    • einige Logiklücken
    • unbefriedigendes Ende

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 3.Jul.2013 1.294 x gelesen