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    Immer wieder mal kommt einer der vielen historisch angehauchten Martial Arts Streifen, die in China en Masse produziert werden, auch auf den deutschen Markt. Kann sich „Brotherhood of Blades“ mit bekannten Vertretern des Genres messen?

    brotherhoofblades_cover

    (c) Pandastorm
    Regie: Lu Yang
    Laufzeit: 106 Minuten
    ab 18.09.2015 im Handel
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    Mörder im Auftrag des Kaisers
    Die drei kaiserlichen Assassins (so werden die im Film wirklich genannt) Lu, Shen und Jin sind im Namen des Herrschers auf der Jagd nach der Clique des Eunuchen Wei, der in Ungnade gefallen ist. Alle drei haben aber private Sorgen. Einer will eine Konkubine au dem Hurenhaus freikaufen, ein anderer wird von einem geheimnisvollen Krieger erpresst und der dritte will seine Karriere mit Bestechung voranbringen.
    Als sie Wei schließlich stellen und sich mit Geld freikaufen will, trifft einer der drei Assassins eine verhängnisvolle Entscheidung.

    Zwar wird auf dem Cover mit „Red Cliff“ geworben (selber Produzent), mit dem großen Schlachtengemälde von Jon Woo hat dieser Film allerdings wenig gemein, dreht er sich doch eher um die Einzelschicksale der drei Attentäter, die im Namen des Kaisers morden, in eine Intrige geraten und sich dann gemeinsam gegen die vermeintliche Übermacht von Intriganten stellen. Auch das ist ein durchaus bekanntes Muster in asiatischen Historien-Filmen (wobei die in der späten Ming-Dynastie angesiedelte Handlung fiktiv ist), von dem aber hier insofern abgewichen wird, als man die drei Klingenbrüder nicht als strahlende Helden, sondern als Männer mit Schwächen darstellt.

    Daraus hätte man eine durchaus interessante Geschichte spinnen können, doch der Plot verzettelt sich im weiteren heillos in Nebenschauplätzen und ist am Ende einfach nur noch wirr. Ausgleichen kann der Film das aber mit der opulenten Ausstattung und perfekt durchchoreographierten Kämpfen. Hier wird mal wieder asiatische Kampfkunst zelebriert, dass es eine Freude ist, sicher auch mit massivem Einsatz von Wirework. Umso ärgerlicher ist es da, dass der Einsatz von CGI-Blut allzu offensichtlich ist, hier und war wirkt es wie in die Szenen geklebt und stört das Gesamtbild.

    Insgesamt hängt es wohl vor allem von der Erwartungshaltung des Zuschauers ab, wie viel man diesem Film abgewinnen kann. Da gute Kampfchoreograhien im Genre eigentlich selbstverständlich sind, fand ich die Mängel der Geschichte jedenfalls recht störend und würde z.B. den im Vorjahr erschienenen „Die Söhne des Generals Yang“ deutlich vorziehen.

    Fazit

    Brotherhood of Blades bietet gewohnt viel für's Auge und eher wenig für's Hirn, denn die Story gerät leider arg verworren. Wer darüber hinwegsehen und sich für asiatische Kampfkunst begeistern kann, mag aber mal einen Blick riskieren, hat aber auch genug andere Filme zur Auswahl.

    Wertung


    Pro

    • gute Ausstattung
    • ambivalente Figuren
    • gute Kampfchoreos

    Contra

    • Story im Verlauf zunehmend wirr
    • CGI-Blut allzu offensichtlich

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Abenteuer, Filme
    von Jörg Benne 8.Sep.2015 3.455 x gelesen