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    Was hierzulande z.B. Sebastian Fitzek ist in Frankreich Jean-Christophe Grangé. In den letzten zwanzig Jahren hat er diverse Bestseller-Romane veröffentlicht, von denen einige verfilmt wurden (am bekanntesten sind wohl Die Purpurnen Flüsse). Aktuell hat man sich des „Choral des Todes“ aus dem Jahr 2008 angenommen.

    choraldestodes_cover

    (c) Senator
    Regie: Sylvain White
    Laufzeit: 102 Minuten
    ab 06.12.2013 im Handel
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    Schatten der Vergangenheit
    Der gerade pensionierte Pariser Kommissar Kasdan (Gerard Depardieu) steckt ohne seine Arbeit und nach dem Tod seiner Frau in einer Sinnkrise. So kommt es ihm gerade recht, als in seiner Gemeinde der Leiter des Knabenchores tot aufgefunden wird und der Pastor Kasdan um Hilfe bittet. Die noch aktiven Kollegen sehen das zwar nicht so gerne, tappen angesichts der Todesursache (Trommelfelle durchstochen) und eines Schuhabdrucks mit Größe 36 aber im Dunkeln. Hat etwa einer der Knaben den Chorleiter umgebracht?
    Dann taucht der Interpol-Polizist Salek (Joey Starr) auf, den eine Liste nach Paris führt, auf der auch der Chorleiter stand. Salek ermittelt gegen eine internationale Bande, die Waisenkinder entführt. Wie hängt das mit dem Mord zusammen? Weitere ähnlich verübte Morde bringen das ungleiche Ermittlerduo auf eine neue Spur, die auch in Saleks Vergangenheit führt.

    Es ist der weitere Verlauf der Geschichte, der diesen dunklen und durchaus auch atmosphärischen Thriller im Mittelmaß versumpfen lässt. In Buchform auf immerhin 576 Seiten mögen all die Verstrickungen noch halbwegs unterzubringen sein, in 102 Minuten Film ist es aber einfach zu viel des Guten, was hier in den Plot gezwängt wird. Kinderhandel, Pädophilie, Diktaturen in Südamerika, Alt-Nazis, von Demokratien geduldete Privatarmeen … Irgendwann ist es dann doch mal eine Wendung zu viel und Mörder und Mordmethode wirken auch noch derart abstrus, dass man den Film nur schwerlich ernst nehmen kann. Humor geht dem Choral des Todes aber leider fast gänzlich ab, sodass einem nichts anderes übrig bleibt, als es mit dem ernst nehmen zu versuchen.

    Das ist bedauerlich, denn Depardieu spielt den pensionierten Kommissar gewohnt glaubwürdig und die Chemie zu seinem jüngeren Kollegen stimmt. Auch an der Inszenierung gibt es nicht viel zu meckern, sie ist zumindest solide und bietet hin und wieder interessante Bilder.

    Fazit

    Weniger ist manchmal mehr, das gilt auch für diesen Thriller. So gut die Darsteller auch sind, der Plot ist einfach total überfrachtet und hat es daher schwer, den Zuschauer wirklich zu packen. Solide Unterhaltung, mehr nicht.

    Wertung


    Pro

    • gute Darstellerleistungen
    • einige gut inszenierte Szenen

    Contra

    • total überfrachteter Plot
    • stellenweise nur schwer nachvollziehbare Handlung

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme
    von Jörg Benne 29.Nov.2013 1.623 x gelesen