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    Ein Animationsfilm rund um den mexikanischen Tag der Toten? Da war doch schon mal was? Richtig, Manolo und das Buch des Lebens versuchte sich bereits 2015 an diesem Thema und obwohl der Film gelungen war, blieb ihm der Erfolg an den Kinokassen verwehrt. Ganz anders bei Coco, der mit 750 Mio zwar auch nicht in die oberste Liga der Animationsfilme vorstoßen konnte, dafür aber zwei Oscars absahnte. Ist Coco also wirklich so viel besser als Manolo?

    (c) Disney
    Laufzeit: 101 Minuten
    ab 29.03.2018 im Handel
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    Die Musik und die Familie
    Seit sein Urgroßvater einst die Familie verließ, um Musiker zu werden, ist die Musik in Miguels Familie verpöhnt – und der Urgroßvater gleich mit. Nur im Geheimen träumt Miguel davon, Musiker zu werden. Als ihm klar wird, dass der große Ernesto de la Cruz sein Urgroßvater gewesen sein muss, bricht sich Miguels Traum jedoch Bahn. Um an einem Talentwettbewerb am Tag der Toten teilzunehmen, stiehlt er die Gitarre seines Urgroßvaters aus dessen Mausoleum – und findet sich plötzlich im Land der Toten wieder. Um zu den Lebenden zurückzukehren, braucht er den Segen seiner Familie.

    Coco dreht sich in erster Linie um die Familie, die verrückten Regeln, wie man sich liebt und gleichzeitig massiv auf die Nerven geht. Damit trifft Coco natürlich einen Nerv beim Zuschauer, denn auch wenn man mit der mexikanischen Kultur um den Tag der Toten als Europäer keine Berührungspunkte hat, kann man sich doch leicht mit Miguels Wünschen, aber auch mit seinen Verwandten identifizieren. Im weiteren Verlauf wird Coco dann wohl fast jeden Zuschauer rühren können, denn Pixar spielt einmal mehr gekonnt auf der Klaviatur der Emotionen.

    Allerdings muss man sagen, dass Coco hier etwas einseitiger gespielt wird, als viele andere Pixar-Filme. Ein paar kleine Gags (vor allem mit dem Hund Dante) hier und da für die Kleinen, aber ansonsten spielt Humor hier eher eine untergeordnete Rolle. Vor allem zum Ende hin ist Coco in erster Linie ein Tränenzieher. Dabei ist die Geschichte nicht wirklich überraschend, den Verlauf können ältere Zuschauer wohl nach dem ersten Drittel ziemlich genau vorhersagen. Da hat mir die Geschichte von Manolo insgesamt besser gefallen. Auch die Songs von Coco konnten mich nicht alle überzeugen, das gilt auch für den Oscar-Song „Denk an mich“ (Original: Remember me), das mag aber zum Teil auch an der Übersetzung ins Deutsche liegen. Die spanischen Songs fetzen jedenfalls noch am meisten. Von den Animationen her spielt der Pixar-Film jedoch einmal mehr in einer eigenen Liga.

    Die Extras auf der vorliegenden Blu-Ray sind eher dünn. Ein paar Featurettes, ein kleiner Zeichenkurs für ein Skelett, aber der Kurzfilm ist im Grunde nur eine Kamerafahrt durch die Stadt der Toten ohne Dialoge.

    Fazit

    Coco setzt vor allem auf das Thema Familie und die Musik. Die Geschichte verläuft dabei ziemlich vorhersehbar und der Humor (für Erwachsene) kommt etwas zu kurz, daher reicht es nicht zu einer Top-Wertung, aber es ist einmal mehr gelungene Familienunterhaltung von Pixar.

    Wertung


    Pro

    • sympathische Figuren
    • höchstes Animationsniveau
    • gute Musik
    • rührende Geschichte...

    Contra

    • ...die aber sehr vorhersehbar verläuft
    • Songs verlieren durch Übersetzung an Pepp
    • Humor kommt etwas zu kurz

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 27.Mrz.2018 304 x gelesen