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    Eine Gruppe von Jugendlichen verschlägt es an den falschen Ort, sie geraten an einen brutalen Killer und werden nach und nach umgebracht. Klar, hat man schon mehrfach gesehen, meist irgendwo in Amerika in einem verlassenen Nest oder einer Vorstadt angesiedelt. Comedown verlegt die Handlung statt dessen in einen verlassenen Häuserblock mitten in London. Genug Neues um Genrefans zu begeistern?

    comedown_cover

    UK 2012
    (c) Capelight Pictures
    Laufzeit: 90 Minuten
    Ab 19. Juli 2013 im Handel
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    Ghettokids on the Block
    Sechs Jugendliche, vier Jungs und zwei Mädchen, wollen in dem verlassenen Wohnblock Mercy Points, in dem sie einst selbst gelebt haben, Party machen, ein paar Drogen einwerfen und nebenbei die Rückkehr von Lloyd nach drei Monaten Knast feiern. Außerdem sollen sie für einen Piratensender eine Antenne im obersten Stockwerk montieren.
    Doch der Wohnblock ist nicht so verlassen, wie gedacht und der letzte Bewohner ist alles andere als begeistert von den Kids, mit denen er sowieso noch eine Rechnung offen hat.

    Während Inhalt und Ablauf der Geschichte weitgehend vorhersehbar sind, kann der Schauplatz überzeugen. Die düsteren Treppenschächte, die vermüllten Wohnungen und die überall vorherrschende Dunkelheit tragen zur Atmosphäre des Films bei.
    Die Protagonisten sind auch mal was anderes, denn die Ghetto-Kids, insbesondere die überwiegend testosterongesteuerten Jungs, taugen nicht eben als Sympathieträger. Das gereicht dem Film aber nicht unbedingt zum Vorteil, da man somit auch weniger um ihr Überleben bangt. Auch wenn die Figuren von den US-Klischees abweichen, kann man sich recht früh denken, wer wohl als erstes über die Klinge springt und wer die besten Überlebenschancen hat. Die britischen Nachwuchs-Darsteller, zum Teil vielleicht aus „Streets of London“ bekannt, machen ihre Sache ordentlich, einzig Jacob Anderson (Lloyd) trägt in Sachen Körpersprache/Mimik zuweilen etwas zu dick auf.

    Splatter-Fans, die wegen der in erster Instanz verweigerten FSK-Freigabe auf viel Blut hoffen, sollten nicht zu viel erwarten. Zwar ist der Film uncut und die eine oder andere Einstellung durchaus blutig, an diverse SAW-Szenen reicht Comedown aber bei Weitem nicht heran.

    Fazit

    Comedown bietet zwar einen anderen Schauplatz und Ghettokids statt College-Studenten, ansonsten ist es aber ein Slasher nach altbekanntem Muster und vermag den Zuschauer kaum zu überraschen. Somit bekommt man Genre-Durchschnitt geboten, den man sich ruhig ansehen kann, aber keineswegs gesehen haben muss.

    Wertung


    Pro

    • Setting und Hauptpersonen ungewöhnlich
    • leidlich spannend

    Contra

    • weitgehend vorhersehbar
    • hier und da Logikfehler

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 18.Jul.2013 1.359 x gelesen