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    Grusel und Horror haben es Guillermo del Toro schon immer angetan. Ob Pan’s Labyrinth, Mimic oder The Devil’s Backbone, immer wieder spielten Monster und Geister in seinen Filmen eine Rolle. So auch in Crimson Peak, der als ganz klassische, victorianische Schauermär daherkommt.

    crimsonpeak

    (c) Universal Pictures
    Laufzeit: 114 Minuten
    ab 25.02.2016 im Handel
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    Roter Schnee
    Seit dem Tod ihrer Mutter kann die junge amerikanische Autorin Edith Cushing Geister sehen – der Geist ihrer Mutter warnte sie einst, sich vor Crimson Peak zu hüten. Bis heute weiß sie nicht, was es damit auf sich haben könnte.
    Dann lernt sie den englischen Baron Thomas Sharpe kennen, der nach Amerika gekommen ist, um Geldgeber für seine Förderung von Tonerde zu finden, die er mit einer neuen Maschine revolutionieren will. Ediths reicher Vater lehnt den Baron ab, doch Edith und er finden dennoch zueinander. Edith heiratet ihn und sie gehen zusammen nach England auf sein altes, allmählich verfallendes Anwesen Allerdale Hall, wo er mit seiner Schwester Lucille lebt. Auch hier sieht Edith Geister – aber erst als der Winter hereinbricht erfährt sie, dass man das Anwesen wegen des von der Tonerde gefärbten Schnees Crimson Peak nennt. Edith schwebt bald in großer Gefahr.

    Nach einem fulminanten Auftakt, der sofort del Toros Handschrift erkennen lässt, ergeht sich der Film recht lang im Auftakt der Geschichte. Obwohl sonnenklar ist, dass Edith trotz aller Warnungen in Crimson Peak landen wird, nimmt sich der Film 40 Minuten Zeit, bis sie endlich dort ankommt. Zwar gibt es auch bis dahin schon die eine oder andere Spannungsspitze, doch ansonsten plätschert der Film als victorianische Romanze vor sich hin.

    Im finsteren Anwesen angekommen zieht del Toro die Spannungsschraube dann langsam an, leider wird aber zu bald klar, woher der Hase läuft und der Film verläuft von da an in recht vorhersehbaren Bahnen, was auch daran liegt, dass der Film mit einer Szene aus dem Finale beginnt. So bleibt zwar eine gewisse Grundspannung erhalten, große Überraschungen erlebt der genreaffine Zuschauer indes nicht.

    Das ist schade, denn abgesehen von der etwas zu gewöhnlichen Geschichte (die auch aus del Toros Feder stammt) ist der Film sehr gut gemacht. Vor allem die Ausstattung ist hier zu erwähnen, zuallererst die Gestaltung von Allerdale Hall, dessen Architektur allein schon für Schauder sorgt. Auch die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut, wobei Jessica Chastain als Lucille herausragt. Genauso können die Special Effects überzeugen.
    Del Toro-Fans dürfte aber neben Grundzügen der Geschichte auch die eine oder andere Szene bekannt vorkommen. Vor allem aus „The Devil’s Backbone“ hat er einiges entlehnt.

    Fazit

    An der Inszenierung von Crimson Peak gibt es nichts zu bemängeln, Regiearbeit, Schauspieler, Ausstattung und Special Effects sind vom Feinsten. Die Geschichte hat indes kaum eine Überraschung zu bieten und ist zu sehr in Klischees verhaftet, um Genrekenner wirklich fesseln zu können. Da wäre noch mehr drin gewesen.

    Wertung


    Pro

    • hervorragende Ausstattung
    • tolle Darsteller
    • einige sehr gruselige Momente

    Contra

    • Story zu vorhersehbar
    • Auftakt zu sehr in die Länge gezogen
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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 25.Feb.2016 435 x gelesen