Werbung

Registrieren Anmelden

Als eine Mischung aus Poltergeist und Alien Invastion wird der schon vor fast zwei Jahren in den USA veröffentlichte Dark Skies hierzulande angepriesen. Kann er sich wirklich mit dem Grusel-Klassiker messen?

darkskies_cover

(c) Koch Media
Laufzeit: 97 Minuten
ab 29.01.2015 im Handel
Trailer ansehen / bei Amazon bestellen

Eine ganz normale Familie
Die Familie Barrett ist eine amerikanische Durchschnittsfamilie mit zwei Kindern und einem schmucken Haus in der Vorstadt. Abgesehen von der Arbeitslosigkeit von Vater Daniel ist eigentlich alles in Ordnung. Doch dann häufen sich im Haus seltsame Vorkommnisse, der jüngere Sohn Sam hat Aussetzer und erzählt, er habe den Sandmann gesehen, Daniel (Josh Hamilton) hat eine unerklärliche Wunde hinter dem Ohr und dann prallen plötzlich auch noch mehrere Hundert Vögel gegen das Haus der Familie. Mutter Lacy (Keri Russell) beginnt zu fürchten, dass sie von Aliens heimgesucht werden, aber Daniel will das nicht wahrhaben.

Der Vergleich mit dem Klassiker Poltergeist kommt nicht von ungefähr, setzt man doch auf ein ähnliches Szenario: Der Alltag einer ganz normalen amerikanischen Familie in einer ganz normalen amerikanischen Vorstadt wird plötzlich zur Hölle, weil das eigene Heim und die eigenen Kinder unheimlich werden und die Eltern die Kontrolle zu verlieren drohen. Diese Urängste, sich im eigenen Heim nicht mehr sicher zu fühlen, kann jeder Zuschauer nachvollziehen und so braucht Dark Skies auch keine großen Schockeffekte, um das Grauen nachvollziehbar zu machen.

Auch wenn Regisseur und Autor Scott Stewart mit „Priest“ und „Legion“ bislang nicht gerade Topfilme abgeliefert hat, versteht er hier sein Handwerk und schraubt ganz langsam an der Spannungsschraube, genau in dem Maße, das es braucht, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Dabei hat er auch den richtigen Cast an der Hand, Russell (Planet der Affen: Revolution) und Hamilton verkörpern die Durchschnittseltern mit hohem Identifikationspotential und auch die beiden Kinder sind überzeugend, sodass gerade Eltern, die sich den Film ansehen, das Geschehen nur allzu gut nachfühlen können.

Würde das ganze in einem fulminanten Finale gipfeln, hätte Dark Skies ein richtig guter Film werden können. Aber wo Poltergeist am Schluss voll aufdreht, geht Dark Skies zu schnell die Puste aus, das Ende kommt etwas zu plötzlich. Außerdem macht man es sich etwas zu leicht, wenn man Logiklöcher im Plot einfach mit dem Dialogsatz abtut, „eine Laborratte versteht ja auch nicht, warum der Wissenschaftler sie mit Krebs infiziert.“

Fazit

Dark Skies macht vieles richtig, einzig das etwas maue und deshalb unbefriedigende Finale sorgt dafür, dass es nicht zu mehr als Durchschnittsgrusel reicht.

Wertung


Pro

  • nachvollziehbare Ängste der Familie
  • behutsamer Spannungsaufbau

Contra

  • Finale zu schnell vorbei
  • Ablauf der Vorgänge recht unlogisch
Weitere Artikel zu den Tags: , ,

 

Kategorien: Filme, Horror, Science-Fiction
von Jörg Benne 17.Jan.2015 2.239 x gelesen