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    Das Blut der Wikinger ist zwar nicht im eigentlichen Sinne phantastisch, siedelt aber eine fiktive Geschichte in einem frühmittelalterlichen Setting an. Ein weiterer gelungener Mittelalter-Film wie z.B. Escape, Ironclad oder Black Death?

    blutderwikinger_cover

    (c) Sunfilm Entertainment
    Regie: Chris Crow
    Laufzeit: 86 Minuten
    Release: 05.09.2013
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    Das Buch der Macht
    England im achten Jahrhundert. Wikinger plündern das Land, darunter auch die Abtei einiger Mönche. Der Anführer der Nordmänner sucht dabei nach einem mächtigen Buch, von dem er gehört hat und das er in der Abtei zu finden glaubte. Doch zwei Mönche haben die wertvolle Bibel rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Mit wenigen Getreuen nimmt der Wikingerkönig die Verfolgung auf, um das Buch doch noch zu bekommen.

    Im ersten Moment erinnert die Geschichte ein wenig an The Book of Eli in einem Mittelalter-Setting. Nur ist der Hüter des Buches hier ein jammernder Novize, der nur dank des Beistandes eines gestandenen Söldners nicht gleich zu Beginn in die Fänge der Wikinger gerät. Allerdings bleibt genau wie bei Eli unklar, was der Wikingerkönig eigentlich von dem Buch will, zumal er ja nicht einmal Latein beherrscht.

    Der Film zeigt eine Verfolgungsjagd durch eine ziemlich triste Welt. Bewusst verzichteten die Macher auf Beleuchtung und auch die Sonne ist nicht ein einziges Mal zu sehen – passend zum Originaltitel „The Darkest Day“. Neben Jagd und Kampf ist der Novize Hereward der Kern der Geschichte. Zu Beginn wie gesagt ein jammernder Jüngling, der seine heile Klosterwelt in Trümmer fallen sieht, wird er binnen weniger Tage zum Mann und nimmt schließlich auch selbst den Kampf gegen die Wikinger auf.

    Der Cast besteht aus britischen Schauspielern, deren Gesichter dem einen oder anderen vielleicht aus Nebenrollen in namhafteren Produktionen (u.a. Robin Hood, Les Miserables) bekannt sind. Keiner von ihnen hat sich bislang durch große Hauptrollen hervorgetan, sie machen ihre Arbeit aber allesamt gut.
    Der Film krankt vielmehr an dem zu langsamen Erzähltempo. Immer wieder stiefeln wir zusammen mit den Wikingern oder ihrer Beute durch den Wald und hören nur kurze Gespräche. Die Kampfszenen sind selten und nicht wirklich überzeugend. Wer angesichts des Cover-Zitats „schonungslos brutal“ auf explizite Gewaltdarstellung schielt, bekommt wenig zu sehen, verglichen mit Ironclad geht es hier eher subtil zu Werke. So sieht man beispielsweise einen Wikinger auf sein Opfer einschlagen und hört auch entsprechende Geräusche, das Opfer selbst ist aber nicht im Bild.

    Fazit

    Das Blut der Wikinger ist ein solider Mittelalterfilm, der die düstere Atmosphäre der Zeit gut einfängt. Dafür, dass es im Kern um eine Verfolgungsjagd geht, mangelt es dem Film aber an Rasanz, die wenigen Kampfszenen dürften Genrefans auch kaum vom Hocker hauen. Mit Escape, Ironclad oder Black Death sind einfach deutlich bessere Mittelalter-Filme auf dem Markt.

    Wertung


    Pro

    • fängt die düstere Atmosphäre gut ein
    • überzeugende Darsteller

    Contra

    • zu langsames Erzähltempo
    • Kampfszenen zweitklassig

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Abenteuer, Filme
    von Jörg Benne 15.Aug.2013 3.609 x gelesen