• Werbung
    Aktuelle Phantastik bei Amazon:

    derzeit nur 1,99 Euro

  •  
    Anmelden

    Zombie-Komödien sind mittlerweile auch nichts Neues mehr. Dennoch meint Wango Films mit Dead Before Dawn 3D einen weiteren Ableger der Sorte präsentieren zu müssen. Wobei es hier aber um Zämonen und nicht um Zombies geht – was nicht wirklich einen Unterschied macht.

    Wenn bescheuerte Ideen Wirklichkeit werden

    deafbeforedawn

    Dead Before Dawn 3D
    Regie: April Mullen
    Mit: Devon Bostick, Christopher Lloyd
    FSK: ab 16
    Spieldauer: 85 Min.
    Verkauf ab 15.04.2013
    Bei Amazon bestellen

    Im Okkult-Laden von Caspers Großvater (Christopher Lloyd, „Zurück in die Zukunft“) steht eine extrem gefährliche Dämonenurne im Regal. Niemand darf in ihre Nähe, auf keinen Fall darf sie beschädigt werden – warum sie dennoch im Regal steht, sei dahingestellt.
    Als Casper für seinen Großvater auf den Laden aufpasst, geschieht natürlich was? Genau, sie fällt runter, als Heulsuse Casper (Devon Bostick, Greg’s Tagebuch) damit einige College-Mädels beeindrucken will. Casper gerät in Panik, befürchtet alle Anwesenden seien verflucht. Seine Freunde lachen natürlich nur und machen ihre Witze. Ja klar, sagen sie, durch den Fluch werden sich alle umbringen, die Casper und seine Freunde ansehen. Dann erstehen sie wieder auf, und werden zu dämonenbesessenen Zombies, also Zämonen, und sie wollen den Freunden einen Knutschfleck verpassen, um sie auch zu Zämonen zu machen. Gibt man den Zämonen aber einen Zungenkuss, kann man sie versklaven. Los geht es um 0 Uhr, nein, zu klischeehaft, sagen wir um 22 Uhr. Und wenn der Fluch bis Morgengrauen nicht aufgehoben wird, wird er auf immer auf den Freunden lasten.
    Die Freunde lachen sich über ihre bescheuerte Idee kaputt und gehen ihrer Wege. Der beleidigte Dämon setzt ihre Ideen aber natürlich in die Tat um.

    Kabinett der Albernheiten

    Nach 22 Uhr bricht also das Chaos aus. Wer auch immer mit den Freunden Blickkontakt hat, bringt sich um und ersteht kurz danach wieder auf. Das hat hier und da einen komischen Moment, wenn die Freunde beispielsweise zu den erstbesten Waffen greifen und Casper mal mit einer Klobürste austeilt oder jemand sich auf ziemlich verrückte Art umbringt. Meistenteils bekommt man aber infantile Albernheiten serviert – dumm nur, dass der Film für die Zielgruppe des kindischen Humors ansonsten denkbar ungeeignet ist. Der für Zombiefilme übliche Splatterfaktor bleibt allerdings aus. Vieles wird nur angedeutet, explizit wird es nur in wenigen Szenen.

    Die vier Jungen und drei Mädchen aus der Freunde-Gruppe dürfen viel schreien, rennen und ab und an mal austeilen, schauspielerische Höchstleistungen werden freilich nicht verlangt. Die immerzu weinerliche Tour von Casper nervt allerdings gewaltig.
    Glanzpunkt des Casts ist – wie nicht anders zu erwarten – Christopher Lloyd, der allerdings nur eine kleine Rolle hat. Die übrigen Schauspieler (auch Regisseurin April Mullen spielt mit) sind allesamt unbekannt – und das wird sich durch diesen Film sicher auch nicht ändern.

    Fazit

    Wenn man zuletzt Hypothermia gesehen hat, relativiert sich vieles. Von Dead Before Dawn kann man immerhin behaupten, dass er handwerklich ordentlich gemacht ist. Das Drehbuch ist aber sehr schwach, nur die wenigsten der überwiegend infantilen Gags zünden, ansonsten reiht sich Klischee an Klischee. Ein Film, den man sicher nicht gesehen haben muss, aber es gibt Schlimmeres.

    Wertung


    Pro

    • ein paar brauchbare Gags
    • handwerklich saubere Arbeit

    Contra

    • dämliche Story
    • diverse Rohrkrepierer bei den Gags

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

    Klicke für mehr zum Thema , , ,

    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 8.Apr.2013 2.025 x gelesen